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Acha Njei: Bis auf Kreuzbandriss gute Zeit in Oldenburg Erst Basketball, dann Musik

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<em>Beachtliche Bilanz:</em> Acha Njei von den Artland Dragons. Foto: Rolf KamperBeachtliche Bilanz: Acha Njei von den Artland Dragons. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Es geht am Samstag (18 Uhr, EWE-Arena, live in Sport1) nach Oldenburg, zum Derby, das natürlich besonderen Reiz hat. Weniger für die neuen Spieler im Team der Artland Dragons, weil sie gerade mal wissen, wo Oldenburg wegen der kurzen Anfahrt ausnahmsweise am Spieltag liegt, aber keine Vergangenheit mit diesem Gegner haben. Wohl aber Acha Njei, der zwei Jahre zum Kader der EWE Baskets zählte und sich auf das Wiedersehen mit vielen Bekannten morgen freut.

„Das war eine gute Zeit, denn ich habe viel gelernt, leider nicht so viel Spielzeit bekommen“, erinnert sich der 26-Jährige an seine erste Station als Profi beim Exmeister, damit auch an die schwärzeste Stunde dieser Zeit, als er im Februar 2010 einen Kreuzbandriss erlitt. Damit war natürlich die erste Saison gelaufen, der zweiten galt ab Sommer 2010 die ganze Konzentration unter Trainer Predrag Krunic, der als „harter Hund“ verschrien ist, was Njei differenziert. „Hart, leidenschaftlich, ein echt guter Trainer, für den Disziplin und Einsatz zählen, was er deutlich macht.“

Doch nach der zweiten Saison in Oldenburg bekam der Flügelspieler keinen neuen Vertrag. Er stand Gewehr bei Fuß und atmete auf, als die Dragons ihn als Ersatz für Christian Hoffmann (Verdacht auf Ermüdungsbruch) Mitte September holten. „Ich bin froh, dass ich die Chance bekomme. Ich weiß um meine Rolle, aber ich spiele hier schon etwas mehr als in Oldenburg, was man mir in Oldenburg nicht versprechen konnte“, schildert Njei seine Einschätzung im Vergleich zwischen den Nachbarklubs.

Freilich mit dem Handicap eines Zeitvertrages bis zum Jahresende bei den Dragons, bei denen er sich in einer „super Mannschaft“ sehr wohl fühlt. Und was ist ab dem 1. Januar 2012? „Ich würde gern bleiben, aber andererseits sehe ich mich auch um, mache aber nichts voreilig.“ Dabei weiß der gebürtige Bremer und bekennende Werder-Fan, der früher selbst gekickt hat, für den Fall der Fälle, was nach dem Basketball kommt: ein musikalischer Studiengang, denn bereits jetzt beschäftigt er sich in der freien Zeit mit allem, was musikalisch in Richtung Produktion läuft.

Doch erst einmal möchte er Basketball weiter an die erste Stelle setzen im Wissen um seine Wurzeln beim Vegesacker TV sowie sein Sprungbrett beim Zweitligisten Bremen Roosters. Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der „Drache auf Zeit“ übrigens seinem aus Kamerun stammenden Papa.


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