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Erster Sieg in der fränkischen Woche Dragons: Wieder geht es einen Schritt voran

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Nicht zu stoppen: Tyrese Rice überspringt den Bayreuther Danny Gibson. Fotos: Peter KolbNicht zu stoppen: Tyrese Rice überspringt den Bayreuther Danny Gibson. Fotos: Peter Kolb

Bayreuth. Eine Halbzeit lang hatten sich die Artland Dragons beim Bundesliga-Aufsteiger BBC Bayreuth abgemüht. Dann drehten die Basketballer aus Quakenbrück auf. Am Ende fiel der vierte Sieg im fünften Spiel deutlich aus. 92:66 gewann das Team von Trainer Stefan Koch beim Ex-Meister. Der Lohn: Platz vier in der Tabelle und jede Menge zufriedene Gesichter.

Das Spiel: Es begann schleppend.15:14 führten die Dragons nach dem ersten Viertel. Konzentration, Intensität, Kontinuität – all das müsse besser werden, hatte der Dragons-Coach vor der Partie gefordert. Vor allem in der Verteidigung waren die Spieler folgsam und agierten aggressiv: Zweimal fischte Ekene Ibekwe Bayreuther Würfe aus der Luft. Doch im Angriff haperte es. „Da haben wir fragwürdige Optionen gewählt“, bemängelte Koch. Da vergab Darren Fenn einen sicheren Wurf aus der Nahdistanz, Johannes Strasser bekam den Ball beim Korbleger nicht durch den Ring oder Tyrese Rice rannte in den Mann und kassierte ein Offensivfoul.

Und im zweiten Viertel? „Da war es dann genau umgekehrt“, sagte Koch. Im Angriff hui, in der Verteidigung plötzlich so naja. Kurzzeitig lagen die Quakenbrücker sogar zurück. Das erste Mal kurz nach Beginn des Viertels, als der Ex-Osnabrücker Steve Wachalski einen Dreier zum 21:19 traf und dann noch einmal beim 27:26 durch Danny Gibson. „Freunde, so nicht“, rückte Koch in der Halbzeit seinen Spielern den Kopf zurecht. Tatsächlich fanden die Dragons den Fokus wieder und fast schien es, als seien sie davon gezogen. In der 19. Minute angelte sich Seggelke einen vergebenen Wurf vom Bayreuther Jared Reiner. Mit einer Hand hielt der Drache den Ball in der Luft, setzte einen irren Blick auf, drosch den Ball auf den Boden, warf ihn dann nach vorne, rannte hinterher, fordert ihn wild fuchtelnd zurück und versenkte ihn jenseits der Drei-Punkte-Linie im Korb. 40:31 stand es danach, doch statt den Vorsprung auszubauen, ließen die Dragons die Gastgeber wieder rankommen. 42:35 stand es zur Halbzeit.

Danach zogen die Dragons davon. Vor allem Adam Hess drehte auf, erzielte 10 Punkte innerhalb weniger Minuten. Und dann musste Bayreuths Trainer Andreas Wagner auch noch in der 27. Minute einen seiner Besten vom Feld nehmen: Koko Archibon verlor erst gegen Ibekwe den Ball und hielt diesen dann fest. Es gab ein unsportliches Foul – das vierte für den Bayreuther insgesamt. Kurz darauf traf Hess per Dreier zum 62:50 – Koch klatschte an der Seitenlinie in die Hände und ein lautes „Yes“ erklang in der Halle. 68:52 lagen die Drachen nach dem dritten Viertel in Führung. Im vierten traf dann auch noch Darren Fenn (23 Punkte insgesamt) aus allen Lagen.

Die Wertung: In der ersten Halbzeit zeigten die Dragons noch einige Schwächen – erst im Angriff, dann in der Verteidigung. Die zweite Halbzeit war ganz nach dem Geschmack des Trainers. „Da waren wir offensiv wie defensiv auf einem guten Niveau“, sagte er und dann fielen sie wieder die Wörter: „Wir waren intensiv, fokussiert und konzentriert“, sagt Koch und lächelnd. Es hat ihm sichtlich gefallen: „Das war ein Schritt nach vorne.“ Hess und Fenn haben ihre Händchen wieder gefunden, Ruben Boumtje Boumtje ackerte unter dem Korb (10 Rebounds), Strasser und Seggelke brachten viel Power und Rice sowie Bryan Bailey lenkten übersichtlich das Spiel. Nie verfielen die Drachen in Hektik, immer wieder wurden die Spielzüge gut vollendet.

Die Perspektive: Am Samstag geht es gegen den Meister und Pokalsieger in Bamberg. „Nichts gegen Bayreuth“, sagte Koch gestern sofort nach der Partie: „Aber da müssen wir noch eine große Schippe drauflegen.“


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