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Dragons auch ohne Fenn selbstbewusst zum Nordschlager – 10000 in Bremen? Eisbären-Devise: Zieht euch warm an

Von Winfried Beckmann

bec Quakenbrück. Riesenkulisse und Riesenspiel? Die Vorzeichen sind bis auf eine Einschränkung ideal. Darren Fenn fehlt weiter, wenn die Artland Dragons am Sonntag (16 Uhr) in der Bremen-Arena vor mehr als 9500 Zuschauern beim Duell „Feuer kontra Eis“ gegen die Eisbären Bremerhaven auf Korbjagd gehen.

Auf die Rekordkulisse freut sich Dragons-Coach Stefan Koch, der eine entsprechende „Coolness“ seines Teams erwartet, „wenn die Kulisse mit ins Spiel kommt“, sprich die Eisbären trägt, die nicht von ungefähr im Briefbogen die Devise ausgeben: „Zieht euch warm an.“ Immerhin hat das Team von Trainer Doug Spradley nach eher holprigem Saisonstart auch dank personeller Veränderungen die Play-offs als Ziel vor Augen vor dem mit Spannung erwarteten Nordduell. Brewer im Aufbau sowie Everett in Brettnähe stehen vor ihrem Heimdebüt als Ersatz für Copeland und Topwerfer Martin. Mit Brazelton und Allen sind zwei weitere Amerikaner dabei, die im Hinspiel noch nicht das Eisbären-Trikot trugen, als die Dragons in letzter Sekunde 76:78 verloren.

Entsprechend ist Revanche angesagt nach zwei klaren Siegen gegen Braunschweig und Bayreuth, bei denen jeweils das dritte Viertel eindeutig den Ausschlag gab für die Quakenbrücker. Daraus leitet Koch keine Philosophie ab mit dem Hinweis darauf, dass in der Hinrunde etliche Spiele im dritten Viertel negativ für sein Team liefen. „Ich bin froh, dass es so gelaufen ist, aber das darf man auch nicht überbewerten“, betont der Trainer.

Was er von Bremerhaven hält, bringt Koch auf einen kurzen, aber treffenden Nenner: „Sie spielen sehr aggressiv und physisch, besonders am Brett.“ Umso mehr sind die zuletzt gezeigten Varianten gefragt, die die Dragons in ihrem Angriffsspiel entwickelt haben, was für den Trainer das Ergebnis eines wesentlichen Prozesses ist. „Die Spieler können sich selbst besser lesen und einschätzen im Spiel.“

Kollege Spradley macht natürlich auch vor dem Hintergrund der großen Kulisse in Optimismus – erst recht nach dem Erfolg vor einer Woche in Bonn gegen das Team des „anderen Koch“, gegen die von Michael Koch trainierten Baskets. „Wir wissen, dass wir Quakenbrück schlagen können“, betont der frühere Paderborner.

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