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Aus Spaniens Erster Liga zu den Dragons Neuzugang: Name „Kurz“ täuscht

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Nicht kurz: Robert Kurz mit klarem Blick.Foto: Rolf KamperNicht kurz: Robert Kurz mit klarem Blick.Foto: Rolf Kamper

bec Quakenbrück. Der Gegner beim Pokalknüller hat den eher weniger bekannten Israeli Muli Katzurin als Nachfolger des am Freitag gefeuerten Trainers Luka Pavicevic geholt. Doch die Fans der Artland Dragons interessiert im Moment weniger der neue Coach, mit dem Alba Berlin am 9. Februar nach Quakenbrück kommt, als vielmehr ein neuer Hoffnungsträger der Dragons. Sein Name: Robert Karl Kurz. Seine Empfehlung: NBA, NCAA sowie Spaniens Erste Liga.

„Rob ist ein moderner Vierer/Fünfer von seiner Beweglichkeit her. Er läuft sehr gut für einen Großen“, beschreibt Trainer Stefan Koch den 25-Jährigen, der 2,06 Meter groß ist und für den spanischen Erstligisten CB Granada in 17 Spielen dieser Saison auf 13,9 Punkte, 9,1 Rebounds und 1,3 Blocks kam. Mit seiner Freundin Mary landete er in „geheimer Kommandosache“ am Wochenende in Quakenbrück, stellt sich den üblichen Checks und trainierte gestern erstmals mit seinem neuen Team.

Bevor Kurz im letzten Sommer aus der NBA-Development-League in Fort Wayne nach Spanien wechselte, war er bereits ein Thema für die Dragons, die um dessen Collegezeit in Indiana sowie sein Jahr in der NBA bei den Golden State Warriors wussten. „Aber es hat sich damals nichts ergeben“, wie Manager Marko Beens betonte.

Jetzt ergab sich der Transfer des Forwards, an dem Koch die Vielseitigkeit sowie die Qualität auch von der Drei-Punkte-Linie gefallen bei den Kriterien: bester Rebounder, achtbester Korbschütze, viertbester Blocker und zweiteffektivster Spieler in Spaniens Erster Liga. Den Menschen Kurz hat sich der Coach als „guten Typ“ beschreiben lassen, bevor der Amerikaner einen Vertrag bis zum Saisonende unterzeichnete. Was auf eine Premiere am Samstag (20 Uhr) im Derby in Oldenburg schließen lässt, wenn bis dahin die Freigabe erfolgt ist.

Was laut Koch normal „plus/minus eine Woche dauert“. Beens rechnet fest damit, auch wenn Granada laut Internet-Foren und Zeitungsveröffentlichungen offenbar nicht „einfach so“ den Abschied des Amerikaners akzeptieren will. Kurz seinerseits wird zitiert, wegen ausgebliebener Zahlungen den Verein zunächst angemahnt und dann seine Kündigung ausgesprochen zu haben.

Der Ende Januar auslaufende Probevertrag von Rob Lewis dürfte bei Freigabe für Kurz nicht verlängert werden, was Koch jedoch nicht bestätigt, der vielmehr die Zeit bis dahin abwarten will. Freilich ist mit Kurz nun ein Ausländer zu viel an Bord, da nur acht auf dem Anschreibebogen stehen dürfen neben vier deutschen Spielern.


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