zuletzt aktualisiert vor

Rob Kurz: Eingriff in der Heimat OP in New York statt Spiel in Weißenfels

Meine Nachrichten

Um das Thema Artland Dragons Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zu spät: Auch Nathan Peavy (links) kann seinen Ex-Kollegen Ronald Ross (rechts) nicht stoppen. Fotos: Mike SchultzeZu spät: Auch Nathan Peavy (links) kann seinen Ex-Kollegen Ronald Ross (rechts) nicht stoppen. Fotos: Mike Schultze

Weissenfels. Die Botschaft des Tages gab Manager Marko Beens per SMS bekannt. Rob Kurz fehlte gestern im Aufgebot der Dragons in Weißenfels. Er war gar nicht erst mitgefahren am Samstag, sondern flog an diesem Tag mal eben nach New York. Einfach so mitten in der Saison-Endphase? Nein. Die Wurfhand, genauer gesagt eine Sehne, bereitet dem aus Spanien gekommenen Amerikaner seit Wochen Probleme. Eine Punktierung half nicht, andere medizinische Bemühungen ebenso wenig, sodass nun eine Operation hermuss. Und da hat Kurz mehr Vertrauen zu einem Arzt, den auch sein Agent favorisiert, in der Nähe von New York, wo er zu Hause ist, als in Deutschland. Die OP soll heute erfolgen, am Wochenende will Kurz zurück in Quakenbrück und in zwei Wochen wieder im Training, sprich dann für die Play-offs fit sein.

Eher fit sein dürfte Bryan Bailey, der am Samstag mit einer Erkältung anreiste, die in der Nacht zunahm, sodass er gestern Mittag gar nicht mit in die Halle fuhr, sondern im Hotel „Güldener Berg“ blieb und nicht spielte, „weil er sonst am nächsten Wochenende vermutlich für zwei Spiele ausfällt“, wie Physiotherapeut Tom Mögel zu bedenken gab.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch beim Tabellenvorletzten in Weißenfels, wo gestern zum zweiten Mal in dieser Saison weniger als 2000 Zuschauer in die Stadthalle kamen. Nicht mehr, weil die Sonne als Konkurrenz lockte und die bescheidenen 55 Punkte des Mitteldeutschen BC vom Freitag bei der Schlappe in Braunschweig nicht gerade die beste Werbung waren. Dabei trommelten die Stadtwerke beim „Family Day“ mit Sonderpreisen, Gewinnspielen und vielem mehr in der 30000-Einwohner-Stadt vor den Toren von Leipzig. Hier bringt sich Matthias Voss im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig mit seiner Statur ein als ein Hallensprecher, der auf jedem Basar der richtige Mann als Marktschreier wäre. „Warum sitzt ihr denn?“, heizte er zum Beispiel den 1900 Fans ein, als es mal kurzzeitig etwas ruhiger in der Halle wurde. Rekordverdächtig: Nach zwei Stunden Power war der Mann noch immer nicht heiser, der zudem Charme verbreitete. So begrüßte er die Dragons aus Quakenbrück „aus dem schönen West-Niedersachsen“, aus dem sich selbst bei einer derart weiten Tour zum Kellerkind der Liga nach Sachsen-Anhalt immerhin mehr als 20 Dragons-Fans auf den Weg gemacht hatten. Sie gingen natürlich stimmlich unter gegen die Fans der „Wölfe“, die ihren Fanklub treffend „Das Rudel“ nennen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN