Reise in die Vergangenheit Dragons treten beim einstigen BBL-Gegner in Tübingen an

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Ein bisschen wie früher: Florian Hartenstein hat als Spieler in Tübingen viele Erfahrungen gesammelt. Foto: imago/UlmerEin bisschen wie früher: Florian Hartenstein hat als Spieler in Tübingen viele Erfahrungen gesammelt. Foto: imago/Ulmer

Quakenbrück. Auf die Reise selbst freute sich Florian Hartenstein nicht, auf das Ziel aber umso mehr. „Die Farbe ist gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten ist die Halle wirklich schön und es fühlt sich wieder ein bisschen an wie früher“, sagt der Trainer der Artland Dragons vor dem Duell am Samstag bei den Tigers Tübingen, die im Frühjahr nach 14 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit in die ProA abgestiegen sind.

Hartenstein selbst hat schon so manches BBL-Duell in der rosa gestrichenen Paul Horn-Arena absolviert – auch mit den Dragons. „Da treffen sich zwei Traditionsmannschaften, das ist immer noch etwas Besonderes“, sagt er. Die Reise zu diesem besonderen Ort allerdings dauerte knapp acht Stunden. „Es gibt sicher schönere Sachen, die man an einem Freitag machen kann“, sagt Hartenstein und lacht. Mit ihm im Bus saßen bis auf Radii Caisin, der aus persönlichen Gründen fehlte, alle Spieler des Kaders. Auch Chase Griffin und Pierre Bland, deren Einsatz noch fraglich ist.

Einsatz mit Spezialbrille

Griffin leidet unter Knieproblemen, Bland zog sich gegen Rostock eine Augenprellung zu. „Wenn er spielt, dann wohl mit einer Spezialbrille“, sagt Hartenstein und führt aus: „Er versucht sich seit eineinhalb Tagen an die Brille zu gewöhnen, wir müssen sehen, ob es klappt.“

Mit Bland würde der Kopf des Teams fehlen, mit Griffin ein wichtiger Distanzschütze, der gerade in Tübingen gut gebraucht werden könnte. „Tübingen ist das beste Dreierteam der Liga, wir das drittbeste“, sagt Hartenstein, der glaubt, dass es auf ein „Wurfbattle“ hinauslaufen kann.

Problem der Dragons

Auch deshalb stehen für den Trainer zwei Dinge im Vordergrund. „Wir müssen ihre starken Schützen von außen kontrollieren, aber auch verhindern, dass sie beim Offensivrebound zu viele zweite Chancen bekommen.“ Gerade zweiteres ist seit Wochen ein Problem, mit dem die Dragons zu kämpfen haben. „Und, wir bekommen zu viele Punkte“, betont der Trainer. 897 Zähler kassierten die Dragons bisher: im Schnitt 82 Punkte. Erfolgreich waren die Dragons – mit Ausgahme der Partie in Hanau – stets dann, wenn sie den Gegner deutlich unter 80 Punkten hielten. „Wenn uns das gelingt, können wir in Tübingen bestehen.“

Und mit einem Sieg könten die Dragons, die aktuell auf Platz elf rangieren, am Tabellennachbarn Tübingen (10.), der bisher noch deutlich hinter seinen eigenen Anspüchen bleibt, vorbei ziehen. Die einstigen Weggefährten aus der BBL liegen bei aller räumlichen Trennung zumindest in der Tabelle der ProA wieder dicht beeinander.


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