79:87-Niederlage in Paderborn Artland Dragons: Wieder mal bricht alles zusammen

Meine Nachrichten

Um das Thema Artland Dragons Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Hartes Duell: Jonathan Malu hat es in dieser Szeneunter dem Korb mit gleich zwei Paderborner Gegenspielern zu tun. Foto: Marc KoeppelmannHartes Duell: Jonathan Malu hat es in dieser Szeneunter dem Korb mit gleich zwei Paderborner Gegenspielern zu tun. Foto: Marc Koeppelmann

Paderborn. 25 Minuten zeigten die Artland Dragons bei den Uni Baskets Paderborn ein ordentliches Auswärtsspiel in der ProA. Dann brach bei den Quakenbrücker Basketballern wieder einmal alles zusammen und sie kassierten beim 79:87 (39:41) die fünfte Niederlage in Folge.

„Wenn wir unseren Matchplan komplett durchziehen, sehen wir gut aus“, sagte Florian Hartenstein. Das tat seine Mannschaft aber nicht, was den Trainer der Dragons merklich verärgerte. „Wir hatten das Momentum auf unserer Seite und es ist dann einfach nur mega frustrierend.“

Weiterlesen: Dragons unterliegen Hamburg

Die erste Hiobsbotschaft hatten die Dragons schon weit vor dem Spiel erhalten. Paul Albrecht plagten heftige Magenkrämpfe, sodass der Flügelspieler die Reise nach Ostwestfalen gar nicht erst mit antrat. Der Start ins Spiel verlief dann schleppend. Zu Beginn fehlte etwas die Ordnung, nach vier Minuten stand es lediglich 7:4 aus Sicht der Dragons. Das war dennoch schon einmal viel Wert, denn speziell in den letzten beiden Auswärtsspielen hatten die Drachen den Start verschlafen und waren früh fast schon aussichtslos in Rückstand geraten.

Die Moral stimmte

Der Einsatz und vor allem die Arbeit beim Rebound stimmten zunächst noch, die Wurfquote von Außen jedoch gar nicht. Mitte des zweiten Viertels hatten die Dragons lediglich einen ihrer zehn Versuche von der Dreipunktlinie getroffen und verpassten es so konstant in Führung zu gehen. Im Gegenteil: In dieser Phase des Spiels hatte Paderborn eben jenes Wurfglück und setzte sich auf 34:24 ab (15.). Aber wie gesagt: Die Moral stimmte. Innerhalb kürzester Zeit waren die Drachen wieder im Spiel und hatten nicht einmal drei Minuten später ausgeglichen. Die Partie lebte insgesamt weniger von der Attraktivität, als viel mehr vom nervösen Tempo und den vielen Führungswechseln.

Bissige Defense nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel übernahmen dann die Dragons mit bissiger Defense und mehr Zielstrebigkeit im Angriff das Kommando und setzten sich zwischenzeitlich auf 56:45 ab. Dann passierte etwas, dass die Fans der Dragons mittlerweile zu ihrem Leidwesen schon kennen. Wie aus heiterem Himmel passte nichts mehr von dem, was vorher so gut lief. Bis zum Ende des dritten Viertels verschenkte das Team völlig kopflos den zuvor hart erarbeiteten Vorsprung und veranlasste ihren Trainer dazu, in der Pausenansprache fast die Lautsprecher in der alten Halle am Maspertrnplatz zu übertönen.

Artland Dragons starten Doppelspieltag in Paderborn

Im Schlussviertel setzte sich der erneute Zusammenbruch allerdings gnadenlos fort. Paderborn traf nahezu jeden Wurf von Außen, die Drachen agierten in der Defense einfach zu langsam. Bemerkenswert war dabei, dass die Körpersprache im vierten Viertel schon früh nachließ. Hier zeigten sich die Spuren der Niederlagenserie, die nun auf schon fünf Partien angewachsen ist. In der Form der letzten anderthalb Viertel von Paderborn wird sie wohl noch länger anhalten.

Griffin: Wir müssen einfach mal wieder ein Spiel gewinnen

Ob die Niederlage dabei insgesamt verdient ist, spielt keine Rolle. Denn die Dragons haben in dieser Saison bisher ein gewisses Talent, mühsam aufgebautes im Handstreich wieder einzureißen. Weitere personelle Verstärkung, die in solchen Situationen Stabilität verleiht oder die Möglichkeiten erweitert, wäre da sicher eine wirkungsvolle erste Maßnahme. „Es gibt viele kleine Gründe“, sagte Chase Griffin und hatte auch noch das vermeintlich einfache Patentrezept parat: „Wir müssen einfach mal wieder ein Spiel gewinnen. Irgendwie.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN