Griffin überragt in Kirchheim Artland Dragons: Der Traumstart nimmt Kontur an

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Szene mit Symbolkraft: Paul Abrecht springt im Spiel bei den Kirchheim Knights am höchsten. Foto: Markus BrändliSzene mit Symbolkraft: Paul Abrecht springt im Spiel bei den Kirchheim Knights am höchsten. Foto: Markus Brändli

Kirchheim Zweites Spiel, zweiter Sieg für die Artland Dragons. Der Traumstart in der ProA nimmt für die Quakenbrücker Basketballer nach dem 67:60 (38:24) bei den Kirchheim Knights langsam Kontur an.

„Vieles sprach im Vorfeld gegen uns, aber wir haben Charakter gezeigt und ich bin stolz auf diese jungen Typen“, sagte Chase Griffin nach dem ersten Auswärtsspiel der Drachen. Wie schon im ersten Spiel war der Routinier der Matchwinner in einer Partie, die zur Halbzeit eigentlich nach einer klaren Sache ausgesehen hatte. (Weiterlesen: Ausführlicher Spielbericht vom Sieg in Kirchheim).

Große Spieler rausgenommen

Die von vielen Staus geprägte Anreise hatte am Freitag mit Pausen insgesamt fast zehn Stunden in Anspruch genommen. Einen weiteren vermeintlichen Nachteil drehten die Dragons dann in einen Vorteil. Auf die körperliche Unterlegenheit auf den Positionen unter dem Korb hatten sich die Quakenbrücker gut eingestellt. „Wir wollten ihre großen Spieler rausnehmen, das ist uns eigentlich die ganze Zeit gut gelungen“, sagte Trainer Florian Hartenstein.

Albrecht dreht auf

Für die Gastgeber war es das erste Spiel der Saison, da der Auftakt in Nürnberg vergangene Woche ausgefallen war. Auch diesen Umstand wollten die Dragons nutzen und drückten so von Beginn an aufs Tempo. Exemplarisch dafür stand Paul Albrecht. Der Flügelspieler hatte in der ersten Partie gegen Karlsruhe nach einigen gesundheitlichen Problemen in der Vorbereitung noch etwas zurückhaltend agiert. „Der Coach sagt mir immer, dass ich aggressiv spielen und attackieren soll“, meinte Albrecht. Zur Pause hatte der Neuzugang aus Hanau so schon elf Punkte erzielt und acht Rebound geholt.

Defensiv hohe Laufbereitschaft

Gegen Karlsruhe war das dritte Viertel der Grundstein zum Sieg. In Kirchheim verdiente war der zweite Spielabschnitt aus Sicht der Gäste spielentscheidend. In der Defensive blieb das Team mit hoher Laufbereitschaft immer vor dem Gegner und zwang die Knights zu vielen Würfen von Außen – die sie nicht trafen. Offensiv wurden dafür oft recht einfache Mittel gewählt und so führten die Dragons nach einem 15:0-Lauf zwischenzeitlich mit 34:15.

Griffin übernimmt zum Schluss

So stark Phasen des Spiels waren, gibt es auf der anderen Seite natürlich noch viele Ansätze für Verbesserungen. „Da waren wir wieder zu passiv“, räumte Hartenstein mit Blick auf das dritte und Teile des vierten Viertels ein. Bis auf zwei Punkte kam Kirchheim noch einmal heran – dann übernahm Griffin. Wie schon in der Vorwoche wurden die Systeme in der Schlussphase so gelaufen, dass möglichst der Routinier am Ende der Angriffe den Abschluss bekommt. Sieben der letzten zehn Punkte erzielte er so, war mit 20 Punkten erneut Topscorer und komplettierte seine starke Leistung mit acht Rebounds und sechs Assists.

Team lobt den „Großvater“

„Es macht Spaß mit diesem Team, in dem ich ja so etwas wie der Großvater bin“, lachte der 35-Jährige. Die Mannschaft weiß natürlich auch, was sie an dem US-Amerikaner hat. „Das ist wirklich unfassbar und habe ich selten erlebt. Man gibt ihm den Ball am Ende und er trifft wirklich jeden Wurf“, sagte Albrecht.

Zwei Siege sind es nun also für die Dragons. Auf die Frage, ob er mit so einem Start gerechnet habe, antwortete Trainer Hartenstein lachend mit einem „klar“, um direkt einzuschränken: „Es war für mich vorher schwierig zu sehen, wo wir stehen. Aber wir hatten als Team eine gute Vorbereitung und so kann man sehen, dass wir schon sehr gut zusammenspielen können.“

Entsprechend steigt die Vorfreude auf das nächste Highlight für den Aufsteiger. Am kommenden Sonntag kommt der alte Bundesligarivale Phoenix Hagen nach Quakenbrück. Das erste Ziel der Dragons für die Partie: Eine ausverkaufte Artland Arena.


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