2033 Fans in Artland Arena Dragons begeistern beim 82:80-Sieg gegen Vechta

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Wenig Platz, dennoch kommt Drache Max Rockmann (am Ball) gegen Vechtas Seth Hinrichs (rechts) zum Abschluss. Foto: Rolf KamperWenig Platz, dennoch kommt Drache Max Rockmann (am Ball) gegen Vechtas Seth Hinrichs (rechts) zum Abschluss. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Als die 2033 Zuschauer nach mehr als zwei Stunden die Artland Arena verließen, werden sich viele von ihnen gefühlt haben wie nach einem Spiel in den Playoffs. Die Artland Dragons und Rasta Vechta hatten sich einen packenden Kampf geliefert, an dessen Ende die Gastgeber einen 82:80-Sieg (37:34) feierten. Der kleine, aber feine Unterschied: Es war nur ein Testspiel. Allerdings eins, das beiden Mannschaften einige Erkenntnisse liefern dürfte.

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich es gut oder schlecht finden soll“, sagte Florian Hartenstein mit einem Lächeln. Natürlich freute sich der Trainer der Dragons über den fünften Sieg im fünften Testspiel, allerdings sah er auch trotz des zweiten Erfolges hintereinander gegen einen Bundesligisten noch viele Dinge, die es zu verbessern gibt. In die gleiche Richtung ging Jonathan Malu: „Wir haben viel Potenzial. Es hat auch echt Spaß gemacht. Wir dürfen uns von den Ergebnissen bisher aber nicht blenden lassen“, sagte der Center, der einer der Hauptakteure in einer intensiven Partie war.

Der Testspielcharakter war dabei von Beginn an zu beobachten. Beide Trainer wechselten früh viel durch. Vechta war dabei vor allem in der ersten Halbzeit anzumerken, dass der Verein nach der Trennung von Chris Cokley noch auf der Suche nach einem Center ist. Die Dragons dominierten zu Beginn beim Rebound, leisteten sich dafür sehr viele Ballverluste (insgesamt 23). Über ein 16:16 nach dem ersten Viertel erarbeiteten sich die Gastgeber eine Führung, auch wenn sie durch die für ein Testspiel sehr kleinlich leitenden Schiedsrichter früh Foulprobleme bekamen.

„Die beste Leistung der Vorbereitung bisher“, attestierte Hartenstein seinen Spielern dann nach dem Seitenwechsel. Angeführt von Scharfschütze Chase Griffin (mit 18 Punkten Topscorer), der gegen seinen Ex-Club in der zweiten Halbzeit richtig aufdrehte, setzten sich die Dragons immer weiter ab. Hauptgrund hierfür war allerdings nicht eine überragende Offense, sondern die disziplinierte Arbeit in der Defensive.

Bundesligist Vechta reagierte dünnhäutig auf die harte Spielweise seines Gegners. Zu Beginn des Schlussviertels räumte Chris Carter Malu rüde unter dem Korb ab und bekam ein unsportliches Foul. „Im Basketball gibt es ja keine Rote Karte. Die hätte es aber sein müssen, verbunden mit einer Geldstrafe“, kommentierte Malu, der nach der Attacke bemerkenswert ruhig blieb. 55 Fouls insgesamt in einem Testspiel sprechen allerdings auch abgesehen von der konsequenten Linie der Referees eine deutliche Sprache.

Dass es keine komplette Gala aus Sicht der Dragons wurde, lag an den letzten Minuten der Partie. Die Dragons hatten sich auf 71:54 abgesetzt, als es noch einen kleinen Bruch gab, Rasta anders als zuvor etwas besser von außen traf und kontinuierlich verkürzte. Doch die Dragons blieben ruhig und belohnten sich, auch wenn das Ergebnis durch einen Dreier mit der Schlusssirene knapper aussieht als es letztlich war.

Bis zum Saisonstart am 22. September gegen die PS Karlsruhe Lions bestreiten die Dragons noch zwei Testspiele, am Donnerstag, 13. September, bei Ligakonkurrent Hamburg Towers und zwei Tage später bei ProB-Team der EWE Baskets Oldenburg.

Dragons: Curth 6 Punkte/1 Dreier, Döding 8/2, Rockmann 2, Herold 2, Malu 5, Hundt 11/1, Morant 6, Bland 8/1, Pruitt 3, Lavrinovicius 13/3, Griffin 18/3.

Vechta: Carter 17/2, DiLeo 5/1, Kessens 11, Young 15/3, van Slooten, Caisin, Herkenhoff, Hollins 12, Hinrichs 11, Christen 9/2.


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