Aufstieg durch die Hintertür Artland Dragons spielen künftig in der ProA – mit Bland

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Gewohntes Bild: Pierre Bland (rechts, gegen den Bochumer Ryon Howard) wird auch in der kommenden Saison in der ProA vor voll besetzten Rängen für die Artland Dragons spielen. Foto: Rolf KamperGewohntes Bild: Pierre Bland (rechts, gegen den Bochumer Ryon Howard) wird auch in der kommenden Saison in der ProA vor voll besetzten Rängen für die Artland Dragons spielen. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück/München. Es ist vollbracht. Die Artland Dragons spielen in der kommenden Saison in der ProA. Der nachträgliche Aufstieg der Quakenbrücker Basketballer wurde möglich, da ihnen das Teilnahmerecht von den Rockets aus Gotha/Erfurt übertragen wurde. Perfekt ist außerdem die Vertragsverlängerung mit einem Publikumsliebling.

Es war einer der letzten Punkte auf der Tagesordnung der Ligatagung der Arbeitsgemeinschaft 2. Basketball-Bundesliga in München am Samstag. Zur Abstimmung stand ebenjene Teilnahmerechtsübertragung von den Rockets auf die Dragons. Eine einfache Mehrheit wäre nötig gewesen, letztlich wurde der Antrag ohne Gegenstimme angenommen. „Wir sind sehr glücklich und erleichtert, dass die Zeit der Ungewissheit jetzt endlich vorbei ist“, sagte Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger. Den Antrag hatten die beiden Vereine bereits vor rund drei Wochen gestellt, allerdings mussten sich die Drachen bis jetzt gedulden.

Somit spielen die Dragons in der kommenden Saison also in der ProA. Gegner sind dann klangvolle Namen wie Phoenix Hagen, Hamburg Towers oder Traditionsverein Römerstrom Gladiators Trier. Auch sportlich dürfte es einen recht großen Unterschied zur ProB geben. Während dort ab sofort nur noch ein Ausländer aus Nicht-EU-Staaten erlaubt ist, dürfen eine Liga höher zum Beispiel drei US-Amerikaner gleichzeitig auf dem Feld stehen. Entsprechend wird der Kader der Quakenbrücker ein beinahe komplett neues Gesicht erhalten.

Von den Rahmenbedingungen gehen die Dragons bestens gerüstet in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Die Infrastruktur ist immer noch auf erstklassigem Niveau, und entsprechend entspannt ist Kröger: „Wir brauchen einen weiteren Mitarbeiter in der Geschäftsstelle. Dazu kommen noch Kleinigkeiten, aber nichts, was uns groß überrascht.“

Kröger, der in München außerdem für weitere zwei Jahre in den Vorstand der Liga gewählt wurde, freute sich nach dem Aufstieg über den starken Zuspruch von vielen Seiten. „Das bestärkt uns auf jeden Fall in dem Weg, den wir gehen. Jeder von uns kann stolz darauf sein, dass wir es erreicht haben“, betonte der Geschäftsführer.

Die Führung der Drachen um Kröger und Trainer Florian Hartenstein, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat, war in der Zeit des Wartens auf die Ligatagung natürlich nicht untätig. Es wurden Spieler gesichtet und Gespräche geführt. Als großer Baustein für das neue Team wird dabei Pierre Bland gesehen. Der Spielmacher bleibt dem Team auch in der kommenden Saison erhalten. „Pierre war unser absoluter Wunschkandidat für diese Position. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit ihm für eine weitere Saison planen können“, sagt Trainer Florian Hartenstein. Der 25-Jährige war in der vergangenen Saison der herausragende Spieler der Dragons und war nicht nur deswegen zum Publikumsliebling avanciert.

Das neue Team wird sich voraussichtlich am 15. Juli erstmals treffen. Die Saison in der ProA wird am 21. September eröffnet. Den Spielplan will die Liga zu Beginn der Woche veröffentlichen, dann starten die Dragons auch mit dem Dauerkartenverkauf für ihre erste Saison in der ProA.


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