Noch kein Signal aus Ehingen Artland Dragons: ProA startet Abstimmung über Wildcardverfahren

Von Susanne Fetter

Bald doch ein Pro-A-Standort? Die Artland Arena in Quakenbrück. Foto: Rolf KamperBald doch ein Pro-A-Standort? Die Artland Arena in Quakenbrück. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons können weiter auf eine Teilnahme an der ProA in der kommenden Saison hoffen. Die Basketball-Bundesliga hat am Dienstag die Abstimmung über die Eröffnung eines Wildcard-Verfahrens in der ProA gestartet. Die Dragons sind der einzige Bewerber. Sie benötigen allerdings die Zustimmung von zwei Dritteln aller Zweitligisten.

Liga-Geschäftsführer Daniel Müller bestätigte am Nachmittag, dass am Dienstag eine Mail an alle ProA- und ProB-Ligisten herausgegangen sei. Mindestens zwei Drittel der 40 Clubs, also 27, müssen für ein Verfahren stimmen, um dieses zu eröffnen. Die Vereine haben zwei Wochen für die Antwort Zeit. Die Vereine dürfen sich aber auch schneller Entscheiden. „Erste Rückläufer gab es schon“, sagte Müller.

Weiterlesen: Dragons benötigen Zweidrittelmehrheit aller Zweitligisten

Festgelegt ist diese Vorgehensweise in der Satzung der 2. Liga, §14, Absatz 4. Dort ist die Abstimmung in einem so genannten schriftlichen Umlaufverfahren geregelt. Es heißt hier unter anderem: „Der Antrag ist in diesem Falle angenommen, wenn mindestens 2/3 der Mitglieder durch Abgabe einer schriftlichen Erklärung die innerhalb der Erklärungsfrist beim Verein eingegangen sein muss, ihre Zustimmung zu dem Antrag erklären. Ansonsten gilt der Antrag als abgelehnt.“

Dragons sind einziger Bewerber

Die Artland Dragons, das bestätigte Müller erneut, sind der einzige Bewerber für eine Wildcard. Die Eröffnung des Vefahrens wäre daher gleichbedeutend mit einem „Ja“ für die Vergabe der Wildcard an die Dragons. Sollte dies geschehen, müsste der Aufsichtsrat der Liga dem Votum noch zustimmen. Nicht bekannt ist bisher, ob Absteiger Ehingen Urspring als Nachrücker bereitstehen würde, sollte es kein Wildcardverfahren geben beziehungsweise dieses Scheitern. Ehingen, das im Gegensatz zum zweiten Absteiger OrangeAcademy einen Antrag auf eine ProA-Lizenz gestellt hat, müsste im Falle, dass es als Nachrücker in der Liga bleibt, die Hälfte der Wildcard-Gebühr (37500 Euro) entrichten.