Wildcard als letzte Option Schalke geht in die ProA – Aufstiegskrimi der Dragons geht weiter

Von Yannick Richter

Während die Schalker Basketballer, hier mit Courtney Allen Belger, in die ProA aufsteigen, hängen Philipp Lieser und die Artland Dragons weiter in der Warteschleife. Foto: Rolf KamperWährend die Schalker Basketballer, hier mit Courtney Allen Belger, in die ProA aufsteigen, hängen Philipp Lieser und die Artland Dragons weiter in der Warteschleife. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Weil der FC Schalke 04 in die ProA geht, haben sich die Aufstiegschancen der Artland Dragons verschlechtert. Die Quakenbrücker Basketballer können nur noch aufsteigen, wenn sie wegen des Rückzugs der Rheinstars aus Köln eine Wildcard für die Liga erhalten.

Die 2. Basketball-Bundesliga hat am Montag die Lizenzen für die Spielzeit 2018/19 bekannt gegeben. Neben den Seawolves aus Rostock, die als ProB-Vizemeister aufsteigen, geht Halbfinalist FC Schalke 04 Basketball mit hoch in die ProA. Die Gelsenkirchener rücken für die Scanplus Baskets Elchingen nach, weil der Meister der ProB keine Lizenz für die ProA beantragt hat. Da Schalke bis zuletzt nicht öffentlich kommuniziert hatte, ob sie überhaupt aufsteigen wollen, hatten die Dragons gehofft, nachrücken zu können. Diese Option ist jetzt hinfällig.

Ein Platz ist noch frei in der ProA

Da die Rheinstars Köln auf ihren Startplatz verzichten und freiwillig in die ProB gehen, ist in der ProA weiterhin ein Platz frei. Laut Mitteilung der Liga wird über diesen zu besetzenden Platz in den kommenden Wochen entschieden. Weitere Angaben wurden dazu nicht gemacht. Damit die ProA-Saison 2018/19 nicht nur mit 15 Teams beginnt, ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Liga ein Wildcard-Verfahren eröffnet.

Wie würde ein Wildcard-Verfahren ablaufen?

  • Zunächst muss die Liga alle stimmberechtigten Zweitligisten fragen, ob sie für die Eröffnung eines Wildcard-Verfahrens sind. Sollten sich nicht zwei Drittel oder mehr dagegen entscheiden, kann die Liga dieses eröffnen. In einer weiteren Abstimmung würden die Teams dann über die Erteilung der Wildcard entscheiden. Die Dragons gelten hier als einziger Bewerber.
  • Konkurrent der Quakenbrücker könnte aber das Team Ehingen Urspring werden. Die Baden-Württemberger sind sportlich aus der ProA abgestiegen und haben sich bislang nicht geäußert, ob sie eine Wildcard beantragen wollen. Sie haben jedoch vorsorglich die Lizenz für die ProA beantragt und sie ebenso wie die Dragons „mit Auflagen oder unter Bedingungen“ erhalten. Der andere Absteiger, die Orange Academy aus Ulm, besitzt nur eine Lizenz für die ProB und scheidet als möglicher Wildcard-Bewerber aus.
  • Bleibt es dabei, dass sich nur die Dragons bewerben, müssen mindestens zwei Drittel aller Clubs mit Ja stimmen, damit die Quakenbrücker im kommenden Jahr in der ProA dabei sind.
  • Sollten zwei Drittel oder mehr dagegen sein, könnte ein Nachrücker für die Hälfte der Wildcard-Gebühr (37.500 Euro) drinbleiben. Sollte es keinen Nachrücker geben, würde die Liga mit einem Team weniger starten.

Es bleibt spannend

Mittlerweile ist es anderthalb Monate her, dass die Dragons im Playoff-Vierteilfinale der ProB gegen die Iserlohn Kangaroos ausgeschieden sind. Zumindest für die Verantwortlichen des Teams ist die Saison aber immer noch nicht richtig beendet. Endgültige Klarheit darüber, in welcher Liga die Quakenbrücker in der kommenden Spielzeit antreten, gibt es immer noch nicht. Es bleibt spannend.