Schalke äußert sich zur Lizenz Artland Dragons: Liga entscheidet über Wildcard

Von Susanne Fetter

Bald doch ProA-Standort? Die Artland Arena in Quakenbrück. Der Verein hofft noch auf den Aufstieg am Grünen Tisch. Foto: Rolf KamperBald doch ProA-Standort? Die Artland Arena in Quakenbrück. Der Verein hofft noch auf den Aufstieg am Grünen Tisch. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Für die Artland Dragons steht an diesem Montag ein richtungsweisender Tag an. Dann, so teilte die 2. Basketball-Liga mit, will sie verkünden, welche Teams kommende Saison in der ProA spielen. Zudem könnte ein Wildcard-Verfahren eröffnet werden. Für den Verein aus Quakenbrück besteht also noch die Chance aufzusteigen – und sie steht nicht einmal schlecht.

Szenario I: Schalke, im Halbfinale der ProB ausgeschieden, verzichtet wie Meister Elchingen auf das Aufstiegsrecht. Dann wären die Dragons erster sportlicher Nachrücker. Noch gibt es aus Schalke keine offizielle Stellungnahme dazu. Der Stichtag, bei der Liga zu melden, war am Donnerstag. Aufgrund des Feiertages, will sich die Liga aber erst heute äußern.

Weiterlesen: Dragons müssen auf mögliche Wildcard warten

Szenario II: Da die Rheinstars Köln sich aus der ProA zurückgezogen haben, kann die Liga ein Wildcard-Verfahren eröffnen. Vorher wird sie die sportlichen Absteiger, Orange Academy aus Ulm und Team Ehingen Urspring, fragen, ob sie als Nachrücker zur Verfügung stünden, sollte das Wildcard-Verfahren scheitern. Ulm soll angeblich kein Interesse haben, aus Ehingen ist nichts bekannt.

Danach würde die Liga die stimmberechtigten Zweitligisten fragen, ob sie für die Eröffnung eines Wildcard-Verfahrens sind. Da dieses in einem schriftlichen Umlaufverfahren geschieht, gelten laut Liga die für dieses Verfahren festgelegten Bestimmungen. Laut diesen müssen zwei Drittel der befragten Clubs für die Vergabe einer Wildcard stimmen.

Sollte dies nicht geschehen, könnte ein Nachrücker für die Hälfte der Wildcard-Gebühr (37500 Euro) drinbleiben. Sollte es keinen Nachrücker geben, würde die Liga mit einem Team weniger starten. Als wahrscheinlich gilt diese Variante nicht.

In einer früheren Version des Textes stand, das eine Zwei-Drittel-Mehrheit gegen ein Wildcardverfahren stimmen müsse. Da die Abstimmung aber in einem schriftlichen Umlaufverfahren geschieht, muss eine Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen.