Konkurrent verzichtet auf Pro-A-Lizenz Ohne zu spielen: Aufstiegschancen der Artland Dragons steigen

Von Yannick Richter

Aufstieg durch die Hintertür? Die Artland Dragons und Pierre Bland (weißes Trikot, hier im Spiel gegen die ETB Wohnbau Basktes Essen) können weiter von der ProA träumen. Foto: Rolf KamperAufstieg durch die Hintertür? Die Artland Dragons und Pierre Bland (weißes Trikot, hier im Spiel gegen die ETB Wohnbau Basktes Essen) können weiter von der ProA träumen. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Obwohl die Quakenbrücker sportlich nicht mehr eingreifen können, sind die Aufstiegschancen der Artland Dragons am Freitagabend deutlich gestiegen. Der Grund: Der Hauptrundensieger der ProB-Südstaffel, die Scanplus Baskets Elchingen, werden keine Lizenz für die ProA beantragen.

Gute Nachrichten für die Artland Dragons: Die Scanplus Baskets Elchingen haben am Freitag mitgeteilt, dass sie unabhängig vom weiteren Verlauf der Playoffs für die Saison 2018/2019 keine Lizenz für die ProA beantragen werden. Laut Mitteilung des Vereins kann der Südmeister die Anforderungen der Liga nicht erfüllen.

Aufstieg am grünen Tisch?

Mit dem Verzicht der Bayern sind die Aufstiegschancen der Drachen deutlich gestiegen. In einer Umfrage unserer Redaktion vor Beginn der Playoffs haben neben der Dragons nur die Rostock Seawolves und die Bayer Giants Leverkusen offen signalisiert, den Gang in die ProA antreten zu wollen. Viele andere Mannschaften haben prinzipiell ausgeschlossen, aufsteigen zu wollen. Einige Teams hielten sich bedeckt und wollten erst den weiteren Saisonverlauf abwarten.

Sonntag stehen Halbfinalisten fest

Aktuell steht Elchingen ebenso wie Rostock im Playoff-Viertelfinale der ProB. Die entscheidenden Spiele um den Einzug ins Halbfinale finden am Sonntag statt. Auch in Sachen Aufstieg wird dann ein bisschen mehr Klarheit herrschen. Denn nach wie vor ist es möglich, dass sich im Finale der ProB zwei Mannschaften gegenüber stehen, die ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen. In diesem Fall würden Vereine gefragt, die zuvor ausgeschieden sind. Wenn zwei Teams Interesse haben, die in derselben Runde ausgeschieden sind, steigt die Mannschaft auf, die in der Hauptrunde besser platziert war. Die Rechnung für die Dragons, die die Hauptrunde im Norden als Tabellenerster abgeschlossen haben, ist also erst einmal relativ simpel: Je mehr Mannschaften im Halbfinale stehen, die einen Aufstieg kategorisch ausschließen, desto höher die Chance der Quakenbrücker Basketballer, als Nachrücker in die ProA zu kommen. Teams, die bislang noch keine Entscheidung über einen möglichen Aufstieg getroffen haben, könnten den Drachen allerdings noch einen Strich durch diese Rechnung machen.