„Mein Verhalten war fehl am Platz“ Artland Dragons: Zwei Spiele Sperre für Lieser

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Gerieten während des Spiels aneinander: Philipp Lieser (links) und Joshua Dahmen. Foto: Rolf KamperGerieten während des Spiels aneinander: Philipp Lieser (links) und Joshua Dahmen. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Bittere Nachricht für die Basketballer der Artland Dragons: Aufbauspieler Philipp Lieser ist aufgrund einer Tätlichkeit in der Playoff-Partie gegen die Iserlohn Kangaroos (83:90) für zwei Spiele gesperrt worden. Er fehlt damit am Samstag im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie in Iserlohn – und wäre auch in einem möglichen Spiel drei nicht dabei.

In der 36. Minute der ersten Partie der Serie, die im „best-of-three“-Modus ausgetragen wird, kam es zu dem Vorfall, der von den Schiedsrichtern unbeobachtet blieb, so teilte es die Spielleitung der 2. Basketball-Liga mit. Lieser war unter dem Korb mit Iserlohns Aufbauspieler Joshua Dahmen aneinandergeraten und hatte diesem mit der linken Hand ins Gesicht gelang. „Es war keine große Ausholbewegung zu sehen, aber es war eine Tätlichkeit, die die Schiedsrichter nicht geahndet haben“, erklärte Spielleiter Henrik Fronda auf Nachfrage. Die Schiedsrichter hatten sowohl Lieser als aus Dahmens Teamkollegen Gabriel De Oliveira im Anschluss jeweils mit einem unsportlichen Foul bedacht, diese bezogen sich aber auf eine Rangelei, die im Anschluss an die Szene stattgefunden hatte. Die Tätlichkeit selbst konnte daher gemäß der Spielordnung im Nachhinein noch geahndet werden.

Lieser: Das tut mir sehr leid

Aufgefallen war die Tätlichkeit, in der Nachbetrachtung des Videos. „Die Schiedsrichter sind dazu angehalten, nach den Spielen diese im Video noch einmal nachzubereiten und strittige Szenen herauszuarbeiten und gegebenenfalls zu besprechen. Das ist hier passiert“, sagte Fronda.

Neben der Sperre wird auch eine Geldstrafe gegen Lieser verhängt. Sein Verhalten tut Lieser „unfassbar“ leid. „Mein Verhalten war völlig fehl am Platz“, betonte Lieser und fügte an: „Es war sehr emotional, aber in diesem Moment sind meine Emotionen eindeutig in die falsche Richtung gelaufen.“ Er habe sich bereits bei den Trainern und Geschäftsführer Marius Kröger entschuldigt. Und auch bei der Mannschaft wolle er dies noch einmal wiederholen, sagte Lieser. „Dem Team habe ich mit meinem Verhalten am meisten geschadet. Das tut mir sehr leid.“

Nach der Partie hatte es noch einmal eine weitere kurze Rudelbildung auf dem Feld gegeben. „Auch diese Szene haben wir uns angeschaut“, erklärte Fronda: „Wir schätzen sie allerdings als nicht so gravierend ein, da es hier zu keiner Tätlichkeit kam. Da es keine Spielsperre geben wird, stellen wir eine Entschdeidung über die Szene hinten an.“

Spende an das „FIZ“

Lieser rief auch bei den Iserlohn Kangaroos an. „Ich habe mich auch dort entschuldigt“, sagte er nach einem Gespräch mit Iserlohns sportlichem Leiter Michael Dahmen. „Wir hatten ein gutes Gespräch und er hat meine Entschuldigung angenommen.“ sagte Lieser und fügte an: „Ich hoffe, dass ich damit etwas Druck aus der ganzen Sache nehmen konnte und es ab jetzt nicht mehr um dieses Thema geht. Die Mannschaft soll sich auf das konzentrieren können, was wichtig ist: Dass wir dieses Spiel gewinnen. Ich versuche, zu helfen, wo ich kann und keine Ablenkung sein.“

Der Aufbauspieler will zudem eine Spende an den Quakenbrücker Jugendtreff „FIZ“ leisten. „Statt einer Strafe an den Verein, haben wir ausgemacht, dass ich das Geld spende“, berichtete er nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Kröger.


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