Playoff-Viertelfinale: Niederlage in Spiel eins Artland Dragons unterliegen Iserlohn 83:90

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Kaum ein Durchkommen: Center Yasin Kolo tut sich schwer auf dem Weg zum Korb gegen Iserlohns Verteidigung. Foto: Rolf KamperKaum ein Durchkommen: Center Yasin Kolo tut sich schwer auf dem Weg zum Korb gegen Iserlohns Verteidigung. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons haben zum Auftakt der Viertelfinal-Serie gegen die Iserlohn Kangaroos eine bittere Niederlage kassiert. Die Quakenbrücker Basketballer unterlagen in den Playoffs der ProB dem Hauptrundenvierten der Südstaffel mit 83:90 (43:51). Gegen die heimstarken Kangaroos wird es am kommenden Samstag nun äußerst schwer, die Serie zu drehen.

Die Dragons kamen gut in diese erste Partie der Serie „best of three“. Nach vier Punkten von Andre Calvin lagen sie mit 4:0 in Führung. Danach aber fand Iserlohn immer besser den Rhythmus. Vor allem Donte Nicholas und der Julian Scott, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte offenbar zeigen wollte, was er alles in seinem Repertoire hat. Der Center, der einst unter Florian Hartenstein für den QTSV in der Regionalliga aktiv war, erzielte alleine im ersten Viertel 13 Punkte und holte vier Rebounds.

Gäste bauen Führung aus

Donte Nicholas brachte die Kangaroos in der 3 Minute erstmals in Führung (7:6) Diese baute die Gäste danach kontinuierlich aus. Die Dragons agierten zu nervös, acht Ballverluste waren zu viel im ersten Viertel. Vier Offensivrebounds gestatten sie zudem den Gästen, die so zwischenzeitlich gar mit 11 Punkten in Führung gingen (26:15). Bis zum Ende des ersten Viertels verkürzten die Dragons noch um einen Zähler (16:26).

Dragons starten besser ins zweite Viertel

Damit konnten die Dragons-Trainer Florian Hartenstein und Christian Greve nicht zufrieden sein. Die Ermahnung zeigte offenbar Wirkung – ebenso wie die Hereinnahme von Danielius Lavrinovicius und Marc Liyanage. Beide packten vor allem beim Rebound zu, besonders Liyanage verteidigte zudem stark gegen Nicholas. Auch offensiv steuerte das Duo wichtige Punkte bei, Nach fünf Punkten in Folge von Liyanage lagen die Gastgeber nur noch mit vier Zählern zurück (25:29). Kurz darauf glichen sie sogar aus (29:29). Richtig absetzen konnten sich die Quakenbrücker aber nicht. Bis zur Halbzeit wechselte die Führung mehrfach. Die Dragons, bei denen Pierre Bland 12 Punkte bis zur Pause erzielte, spielten mit mehr Intenisität, brachten sich aber durch kleine Unkonzentriertheiten immer wieder selbst aus dem Rhythmus. So wie kurz vor der Pause als Iserlohn es nicht schaffte, innerhalb von acht Sekunden den Ball über die Mittellinie zu bringen. Beim Stand von 41:44 hatten die Dragons einen Einwurf, den sie vergaben und den Kangaroos so einen Schnellangriff ermöglichten. Auch deshalb war der Rückstand zur Halbzeit wieder auf acht Punkte gewachsen. 43:51 lagen die Quakenbrücker, die bis zur Pause 15 Ballverluste hatten, zurück.

Trio aus Iserlohn trifft und trifft

Wie von Hartenstein vorher vermutet, stützte sich die Offensive der Gäste vor alle auf drei Säulen. Scott erzielte 16 Zähler bis zur Pause, traf dabei sechs von acht Würfen aus dem Feld und ebenso viele von der Freiwurflinie. Nicholas (13) blieb aus dem Feld und von der Linie sogar ohne Fehlwurf. Nikita Khartchenkov traf drei von vier Würfen aus dem Feld (7). „Diese drei müssen wir kontrollieren, dann haben wir eine Chance“, hatte der Drachen-Trainer vor der Partie gesagt. In der ersten Halbzeit gelang das nicht.

Die Ballverluste bleiben das Problem, werden aber weniger

Im dritten Viertel gelang dies deutlich besser. Zusammen erzielte das Trio der Kangaroos nur zehn Punkte. Die Dragons arbeiteten sich über eine bessere Verteidigung zurück ins Spiel. Das Problem blieben die Ballverluste, auch wenn es im dritten Viertel „nur“ noch vier waren. Kurz vor Ende des dritten Spielabschnittes war es dann Lavrinovicius, der die Dragons mit sechs Punkten in Folge wieder auf drei Punkte heranbrachte. Mit drei Zähler Rückstand gingen sie in ein spannendes letztes Viertel (63:66).

In diesem zog Iserlohn erneut leicht davon. Nach einem Dreier von Khartchenkov führte die Mannschaft des ehemaligen Osnabrücker Trainers Dragan Torbica wieder mit sechs Punkten. Die Dragons blieben dran, auch weil Arthus Zaletskiy seine Mitspieler mit ein paar schönen Anspielen gut in Szene setzte. Ein Missverständnis mit Lavrinovicius führte dann allerdings erneut zu einem Ballverlust, den Iserlohn bestrafte. Erst traf Simon Kuzzschmar einen Freiwurf, danach Deion Giddens zwei weitere. Die Kangaroos führten fünf Minuten vor dem Ende wieder zweistellig und Leon Bahner musste zudem mit seinem fünften Foul vom Feld.

Khartchenkov trifft schwierige Würfe

Zwar kassierte auch Gabriel de Olivieira kurz darauf sein fünftes Foul, nachdem es zuvor eine kleine Rangelei gegeben hatte als Philipp Lieser seinem Gegenspieler mit der linken Hand über das Gesicht gestrichen hatte. Nachdem Khartchenkov drei Minuten vor dem Ende einen schwierigen Wurf im Rückwärtsfallen zum 81:70 traf und kurz darauf einen weiteren wichtigen Korb zum 83:74 erzielte, war die Partie so gut wie entschieden.

Die Dragons kämpften noch, doch Iserlohn blieb auch von der Freiwurflinie an diesem Tag stark. 83:90 unterlagen die Dragons. Und während die Kangaroos auf der Tribüne mit ihren mitgereisten Fans ausgelassen feierten, schlichen enttäuschte Drachen vom Feld.

Nächsten Samstag geht es zu heimstarken Kangaroos

Durch die Niederlage im ersten von maximal drei möglichen Spielen sind die Dragons zwar noch nicht aus dem Rennen in den Playoffs, doch nun wird es ganz schwer. Die heimstarken Kangaroos haben in dieser Saison erst zwei Spiele in eigener Halle verloren. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) werden die Dragons von zahlreichen Fans nach Iserlohn begleitet werden – hoffentlich ist es nicht die letzte Fahrt der Quakenbrücker in dieser Saison.


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