Katastrophale Leistung in Halbzeit zwei Dragons brocken sich ein Entscheidungsspiel ein

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Leverkusen. Die Artland Dragons haben den vorzeitigen Sprung ins Viertelfinale der Playoffs in der ProB deutlich verpasst. Bei den Bayer Giants Leverkusen verloren die Quakenbrücker Basketballer vor rund 300 mitgereisten Fans nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit indiskutablen Leistung verdient mit 70:84 (41:36). Damit müssen die Drachen am Dienstag, 20. März (19.30 Uhr), in eigener Halle in ein Entscheidungsspiel, um ein erneut vorzeitiges Saisonende zu vermeiden.

Da Philipp Lieser sich mit Nackenproblemen plagte, bestand die Starting Five der Drachen aus Pierre Bland, Arthur Zaletzskiy, Max Rockmann, Andre Calvin und Leon Bahner. Leverkusen wählte zu Beginn wie erwartet eine Zonenverteidigung und lag damit richtig. Die Dragons hatten einige Mühe damit und kamen erst nach mehr als zwei Minuten zu ihren ersten Punkten durch Calvin, der mit Foul traf. Da die Defensive sehr sicher stand führten die Quakenbrücker zu diesem Zeitpunkt sogar. Insgesamt war beiden Mannschaften in der Anfangsphase auch durch die enorme Lautstärke in der Halle eine gewisse Nervosität anzumerken. Die Gäste hatten zwar die etwas bessere Struktur, begingen aber ebenso viele Fehler und so blieb es weitgehend ausgeglichen. Im weiteren Verlauf hatte Leverkusen dann mit einer schlechten Trefferquote von Außen zu kämpfen, die Dragons bekamen die Angelegenheit so etwas in den Griff und führten nach dem ersten Viertel mit 23:18.

Ausgeglichen auf mäßigem Niveau

Wie schon zu Beginn des Spiels gelang dann auch der Auftakt in den zweiten Spielabschnitt nicht wirklich. Nach etwas mehr als zwei Minuten hatten die Giants das Spiel beim Stand von 23:23 ausgeglichen und gingen kurz danach von der Freiwurflinie in Führung. Nach über vier Minuten bekam Bahner dann die ersten Freiwürfe für die Dragons, die es nicht wie noch im ersten Spiel schafften direkt unter den Körben Druck zu erzeugen. Dennoch gingen sie wieder in Führung, da sie insgesamt variabler agierten und in der Defense zunehmend sicherer standen. Statt darauf aufzubauen ließen die Dragons aber direkt wieder nach. Leverkusen nutzte die Schwächephase und verkürzte auf 33:34 (18.). Es war so bis zur Pause eine Partie auf eher mittelmäßigem Niveau, die eher von der Spannung lebte. Entsprechend endete das zweite Viertel 18:18 und die Drachen hielen beim Stand von 41:36 die fünf Punkte Führung.

Katastrophales drittes Viertel

Zu Beginn der zweiten Halbzeit offenbarte sich eins von vielen Problemen der Dragons an diesem Abend: Anders als oft zuvor in dieser Saison trafen sie sehr schlecht von Außen. Nur fünf von 17 Dreierversuchen fanden ihr Ziel und so hatten die Gastgeber den Rückstand innerhalb von rund drei Minuten wieder in eine 42:41-Führung verwandelt. Kurz danach traf dann Bland endlich seinen ersten Dreier, doch insgesamt lief es nicht rund. Leverkusen spürte die fehlende Intensität des Gegners, traf zwei Dreier zum 49:46 (26.) und zwang Dragons-Coach Florian Haretenstein so zu einer Auszeit, um den Spielern den Kopf zu waschen. Das gelang mit einem Dreier von Rockmann zunächst gut, doch es blieb nicht dabei. Das Team war im Vergleich zum ersten Spiel nicht wiederzuerkennen. Schlechte Wurfauswahl, passives Reboundverhalten und viele schlechte Entscheidungen ermöglichten den Giants so relativ problemlos eine 55:49-Führung. Bei den Gastgebern hatten nach 29 Minuten vier Spieler jeweils drei Fouls auf dem Konto und zum Ende des Viertels arbeiteten sich die Drachen wieder etwas zurück. Dennoch ging es nach einer desolaten Leistung mit einem 55:59-Rückstand in den Schlussabschnitt.

Aufbäumen ist nicht zu erkennen

Dort machte sich schnell bemerkbar, dass es nur ein kurzes Strohfeuer der Dragons war. Leverkusen musste nicht einmal sonderlich hohen Aufwand betreiben, um die ersten sieben Punkte zu erzielen und sich vorentscheidend auf 66:55 abzusetzen. Ein Aufbäumen war nicht zu erkennen und bei den vielen mitgereisten Fans dürfte spätestens zu diesem Zeitpunkt ein unangenehmes Déjà-Vu ins Gedächtnis gekommen sein. In der vergangenen Saison hatten die Drachen auch das erste Spiel in den Playoffs gegen Würzburg recht überzeugend gewonnen, um danach doch noch in der ersten Runde auszuscheiden. Mit einer Leistung wie jetzt in Leverkusen scheint das trotz der zuletzt so starken Spiele wieder durchaus möglich zu sein. Im Schlussviertel zeigte die Mannschaft kurz noch einmal etwas Kampfgeist, dieser kam aber viel zu spät und insgesamt gingen die Dragons gegen einen giftigen und vor allem hochmotivierten Gegner so unter. Bester Werfer in einem schwachen Team war Max Rockmann mit 16 Punkten. Damit geht es nun am Dienstag in der Artland Arena mal wieder um alles. Ab 19.30 Uhr brauchen die Quakenbrücker unbedingt einen Sieg, um nicht zum dritten Mal in Folge bereits in der ersten Runde der Playoffs auszuscheiden.


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