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Ein Sieg der zupackenden Sorte Dragons dominieren erstes Spiel gegen Leverkusen

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Kontrolle unter dem Korb: Yasin Kolo (links) sichert sich gegen den Leverkusener Marvin Heckel einen seiner zwölf Rebounds für die Artland Dragons. Foto: Rolf KamperKontrolle unter dem Korb: Yasin Kolo (links) sichert sich gegen den Leverkusener Marvin Heckel einen seiner zwölf Rebounds für die Artland Dragons. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Auftakt nach Maß für die Artland Dragons in den Playoffs der ProB. Im ersten Spiel des Achtelfinales besiegten die Quakenbrücker Basketballer die Bayer Giants Leverkusen mit 95:71 (47:26). Die Hauptgründe für den klaren Sieg waren dabei durchaus überraschend.

In Vorbereitung auf ihre Spiele nehmen Basketballtrainer ihre Gegner genau unter die Lupe. Welche Systeme werden am liebsten gespielt? Wer sind die Schlüsselspieler? Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen? Die Beobachtung der Dragons in dieser Saison dürfte jeweils ergeben haben, dass es beim Rebound Defizite gibt. Achim Kuczmann wird das auch gesehen haben – um so erstaunter dürfte der erfahrene Leverkusener Coach nach dem Spiel in der mit 2965 Zuschauern fast voll besetzten Artland Arena gewesen sein.

34,7 Rebounds haben die Dragons bisher im Schnitt geholt, das ist unter allen 24 Teams der ProB gemeinsam mit Karlsruhe der zweitschlechteste Wert. 42 Rebounds war bisher der Bestwert der Quakenbrücker in einem Spiel – bis jetzt. Starke 49 Rebounds trugen einen gehörigen Teil dazu bei, dass der Sieg im ersten Spiel der Playoffs so deutlich ausfiel. „Wir haben unsere Größe und Körpermasse heute besser ausgenutzt“, sagte Trainer Florian Hartenstein.

Meisterliche Vorstellung

Es war aber bei Weitem nicht das Einzige, was dem Coach und seinem Kollegen Christian Greve an diesem Abend gefiel. Ihre Mannschaft war nicht gut in die Partie gekommen und lag schnell mit 2:7 zurück. Es waren aber nur kurze Anlaufschwierigkeiten. Danach fanden die Drachen besser rein, das 12:13 drei Minuten vor Ende des ersten Viertels sollte der letzte Rückstand sein.

Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften, heißt es. Insofern zeigten die Dragons im zweiten Viertel eine meisterliche Vorstellung. Leverkusen wurde permanent unter Druck gesetzt und aus der hervorragenden Arbeit in der Defense zog das Team die Sicherheit für ihre Angriffe und setzte sich so bis zur Halbzeit auf 47:26 ab. „Wenn wir wirklich konzentriert und hart verteidigen, hat man gesehen, wie schwer es ist gegen uns zu spielen“, betonte Hartenstein

Kolo ist bester Werfer des Spiels

Die Intensität nahm in der zweiten Hälfte dann natürlich etwas ab, in Gefahr geriet die Führung aber nie. Auf der anderen Seite zeigte sich, dass immer ein Führungsspieler und insbesondere Pierre Bland auf dem Feld stehen muss. Trotz der klaren Führung war der Spielmacher mehr als 37 Minuten auf dem Parkett und der Kopf einer starken Mannschaft, die von einem Trio getragen wurde. Neben Bland überzeugten Andre Calvin und insbesondere Yasin Kolo. Der Center war enorm präsent, holte zwölf Rebounds und war mit 22 Punkten bester Werfer. „Ich freue mich, dass ich dem Team helfen konnte. Unser hartes Training zeigt sich im Spiel“, sagte Kolo.

Trotz der guten Leistung wollte Hartenstein mit Blick auf das zweite Spiel am kommenden Samstag in Leverkusen nicht in Euphorie verfallen: „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich mich über den Sieg freue, aber nicht zufrieden bin. Das bin ich erst, wenn wir auch das zweite Spiel gewonnen haben.“


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