Bereit für die große Aufgabe Dragons starten selbstbewusst in die Playoffs gegen Leverkusen

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Mit positiver Power gehen die Artland Dragons (hier v. links Max Rockmann, Philipp Lieser und Andre Calvin im Spiel gegen Rostock) in die Playoffs der ProB. Foto: Rolf KamperMit positiver Power gehen die Artland Dragons (hier v. links Max Rockmann, Philipp Lieser und Andre Calvin im Spiel gegen Rostock) in die Playoffs der ProB. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. In 22 Spielen haben die Artland Dragons den Grundstein für das gelegt, was jetzt startet. Mit einem Heimspiel gegen die Bayer Giants Leverkusen beginnen am Samstag (19.30 Uhr) die Playoffs in der ProB für die Quakenbrücker Basketballer.

Die Frage nach der Nervosität vor dem Auftakt beantwortet Florian Hartenstein eindeutig: „Das gehört dazu. Wenn man ein bisschen nervös ist, ist man bereit. Nur wer ängstlich ist, hat ein Problem“, sagt der Trainer der Dragons. Ängstlich wird die Mannschaft des Gespanns Hartenstein und Christian Greve sicher nicht in das Duell mit dem Tabellenachten der Südstaffel gehen. Sieben Siege haben die Drachen zum Saisonende gefeiert.

Das Selbstvertrauen in die eigenen Qualitäten ist also da, es soll aber auf keinen Fall in Leichtsinn oder sogar Überheblichkeit umschlagen. Auch sonst sind die Voraussetzungen sehr gut. Seit Beginn der Woche haben die Dragons mit vollem Kader trainiert. Alle Spieler haben ihre Erkältungen oder sonstige Blessuren überwunden und sind topfit. Ein Umstand, den Hartenstein auch auf Athletiktrainer Jan Grote und vor allem Physiotherapeut Tom Mögel zurückführt: „Unser Trainingspensum würden wir ohne Tom wahrscheinlich nicht überleben. Wir müssen ihm sehr dankbar sein.“

Leverkusen kassierte mehr Punkte als andere Teams im Süden

Die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, sieht Hartenstein nicht. „Wir müssen vorsichtig sein. Sie sind sehr ausbalanciert, haben mehrere Optionen und sind unangenehm zu spielen“, vermutet der Coach. Leverkusen, übrigens nach wie vor deutscher Rekordmeister im Basketball (14 Titel), hat eine wechselhafte Saison in der Südstaffel der ProB mit zehn Siegen und zwölf Niederlagen auf Platz acht abgeschlossen. Gegen die vier Erstplatzierten hat die Mannschaft der erfahrenen Trainer Achim Kuczmann und Hansi Gnad jeweils einmal gewonnen.

Bester Werfer ist der US-Amerikaner Donovan Jack mit 12,4 Punkten im Schnitt. Allerdings verteilt sich die Scoringlast bei den Giants auf mehrere Schultern. Die Offensive ist also schwer ausrechenbar, Verbesserungspotenzial besteht dafür offenbar in der Defensive. 80,6 Punkte kassierte Leverkusen durchschnittlich und damit so viele wie kein anderes Team im Süden. „Wir müssen als gesamtes Team gegen sie verteidigen“, fordert Hartenstein.

„Mental stärker, als zuvor“

Trotz des besonderen Spiels werden die Dragons vor dem Spiel ihre Abläufe nicht ändern. Am Freitag wurde gegen Mittag trainiert, am Spieltag selbst trifft sich die Mannschaft morgens zum sogenannten Shootaround und isst dann gemeinsam zu Mittag. Für das Spiel am Abend ist Hartenstein optimistisch: „Ich glaube, dass wir mental stärker sind als in den letzten beiden Jahren. Wir haben Selbstvertrauen und eine gute Basketballkultur.“

Ein großer Teil dieser Kultur sind auch die Fans der Dragons. Wie schon zu Bundesligazeiten in wichtigen Spielen heißt es auch jetzt gegen Leverkusen wieder „Wird es heiß, trag ich Weiß“. Die Anhänger sind aufgerufen, in weißer Kleidung in die Artland Arena zu kommen und so für ein besonderes Flair zu sorgen. Dazu beitragen sollen auch 3000 Plakate, die ein Sponsor in der Arena verteilt. Diese sollen zum Beginn der Partie hochgehalten werden und so eine „weiße Wand“ ergeben. Auf der Rückseite sind sie rot und mit dem Wort „Defense“ bedruckt – Erklärung überflüssig. Der Vorverkauf für den Auftakt der Playoffs läuft gut. Ausverkauft sein wird die Arena allerdings wahrscheinlich nicht, sodass in jedem Fall die Abendkasse geöffnet wird.

165 Anmeldungen

Wie groß die Vorfreude der Fans ist, zeigt aber eine andere Zahl. Für den Medico-Shuttle zum Spiel in Leverkusen am 17. März gibt es bereits mehr als 165 Anmeldungen. Mit einer guten Leistung in eigener Halle wollen die Dragons nun dafür sorgen, dass sie noch mehr Fans am kommenden Samstag begleiten.


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