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Der größte Erfolg zum Schluss Ersatzgeschwächte Dragons nach Sieg gegen Bochum auf Platz eins

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Vorbildlicher Einsatz: Dragons-Center Lein Bahner (links) setzt sich gegen sein Bochumer Pendant Michael Haucke durch. Foto: Rolf KamperVorbildlicher Einsatz: Dragons-Center Lein Bahner (links) setzt sich gegen sein Bochumer Pendant Michael Haucke durch. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. 16 Siege haben die Artland Dragons in dieser Saison in der ProB gefeiert. Den krönenenden Abschluss haben sich die Quakenbrücker Basketballer bis zum Schluss aufgehoben. Mit dem 84:80 (42:33) gegen die VfL Sparkassenstars Bochum gelang der Sprung an die Tabellenspitze.

Ein Erfolg gegen Bochum ist für die Dragons auf den ersten Blick nichts außergewöhnlich besonderes. Das Hinspiel war mit 88:73 schon positiv und auch in der letzten Saison hatten die Quakenbrücker beide Spiele gewonnen. Dennoch war der Sieg jetzt etwas ganz besonderes – vermutlich der größte der nun beendeten regulären Saison. Andre Calvin, Philipp Lieser und Yasin Kolo hatten ihre Freude an dem Spiel vor 2612 Fans in der Artland Arena.

Zum Sieg konnte das Trio auf dem Feld jedoch nichts beitragen. Die Erkältungswelle hatte das Team voll erwischt und so ging es stark ersatzgeschwächt gegen die in Bestbesetzung angereisten Bochumer. Das macht diesen durch eine Teamleistung erkämpften Sieg so besonders, der passend versüßt wurde: Der bisherige Tabellenführer FC Schalke 04 unterlag klar mit 66:86 bei LOK Bernau und so gehen die Dragons jetzt als Meister der Nordstaffel in die Playoffs. Ab dem 10. März geht es dort in der ersten Runde gegen die Bayer Giants Leverkusen.

„Ich kann es noch besser machen“

Nach dem Ausfall der drei Leistungsträger war klar, dass viel Verantwortung auf den Schultern von Pierre Bland und Max Rockmann lastet. Der Spielmacher und der Kapitän lieferten auch, wie eigentlich immer in den vergangenen Wochen, eine starke Leistung ab. Matchwinner waren aber andere. Leon Bahner und Danielius Lavrinovicius hatten einen großen Einfluss auf das Spiel. Bahner traf zehn seiner elf Würfe, verteidigte gut und beging anders als schon oft in dieser Saison nur ein Foul. Youngster Lavrinovicius gab einen exzellenten Vertreter von Calvin. Der gerade 19-Jährige erwies sich gegen die physisch präsenten Gäste als Anker in der Defensive und holte starke 14 Rebounds. „Ich glaube, dass ich es noch besser machen kann. Ich hatte einige Würfe, die ich einfach treffen muss“, gab sich der Litauer dennoch selbstkritisch.

Zu Beginn des letzten Saisonspiels sah es dabei nicht aus, als könnten die Dragons die Spitze noch einmal angreifen. 0:8 lagen sie zurück und in der Offensive fehlte erst die Abstimmung. Spätestens während der jüngsten Siegesserie, die nun bei sieben Spielen steht, haben die Dragons eine besondere Qualität entwickelt. Sie können sich in Partien reinbeißen und legen den Grundstein dafür oft in der Abwehr. Wie zuletzt in Itzehoe wählten sie gegen Bochum erneut eine Zonenverteidigung. Mit hoher Disziplin und Einsatz übernahmen sie so die Kontrolle und steigerten sich zu einer 42:33-Pausenführung .

In den entscheidenden Momenten ruhig bleiben

Nach dem Seitenwechsel sah es sogar nach einer Demonstration der Stärke aus. Mit 18 Punkten (61:43) führten die Dragons im dritten Viertel, als Bland eine Pause bekam. Als der Spielmacher im vierten Viertel wieder aufs Feld zurückkehrte, lag seine Mannschaft nur noch mit vier Punkten vorne (68:64). Jetzt kam eine weitere Qualität ins Spiel, die sich die Mannschaft im Saisonverlauf angeeignet hat. Sie bleibt in den entscheidenden Momenten einer Partie ruhig und macht so alles klar. „Wir können stolz auf unsere Leistung sein“, sagte Bahner, der als Topscorer der Partie ebenfalls bescheiden blieb: „Das ist natürlich eine Ehre, aber ich habe es auch meinen Teamkollegen zu verdanken.“

Der Sprung an die Spitze beschert den Dragons nun bis zu einem möglichen Finale den Heimvorteil in einem jeweils möglichen dritten Spiel. Ansonsten wollte Florian Hartenstein der gewonnen Hauptrundenmeisterschaft keine zu große Bedeutung beimessen. „Es freut mich für die Mannschaft, denn sie haben sich diesen Platz heute verdient. Für mich bedeutet es erst etwas, wenn wir am Ende auch Erster sind“, sagte der Trainer der Dragons.


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