In den Playoffs gegen Leverkusen Artland Dragons feiern Hauptrundenmeisterschaft

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Sprung auf Platz eins: Die Artland Dragons mit Marc Liyanage (am Ball) sind Meister der regulären Saison in der ProB. Foto: Rolf KamperSprung auf Platz eins: Die Artland Dragons mit Marc Liyanage (am Ball) sind Meister der regulären Saison in der ProB. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Artland Dragons haben das letzte Spiel der regulären Saison gewonnen. Gegen die VfL Sparkassenstars Bochum gewannen die Quakenbrücker Basketballer mit 84:80 (42:33) und feierten so den siebten Sieg in Folge. Durch die Niederlage des vorherigen Tabellenführers FC Schalke 04 in Bernau springen die Dragons noch auf Platz eins und treffen so in der ersten Runde der Playoffs auf die Bayer Giants Leverkusen.

Die Vorzeichen vor der Partie waren schon denkbar schlecht für die Dragons. Mit Philipp Lieser, Andre Calvin und Yasin Kolo fielen gleich Leistungsträger erkrankt aus. Der Kader schrumpfte so auf gerade einmal neun Spieler, während Bochum in Bestbesetzung antrat. Der Start in die Partie verlief auf beiden Seiten nervös. Erst nach über zwei Minuten erzielte Bochum die ersten Punkte, bei den Dragons machte sich die fehlende Abstimmung der ungewohnten Aufstellung früh bemerkbar. Hinzu kam, dass von den ersten Würfen gleich mehrere wieder aus dem Korb herausrollten. Die Folge: Die Gastgeber lagen bereits mit 0:8 zurück, als Pierre Bland den ersten Punkt von der Freiwurflinie erzielte (4.). Die Mannschaft stabilisierte sich nun etwas und spielte wie schon in der Vorwoche in Itzehoe wieder eine Zonenverteidigung. Innerhalb weniger Minuten verkürzten die Drachen so auf 10:12 (7.), Marc Liyanage brachte sein Team mit einem Dreier in Führung und Leon Bahner legte mit einem Dreipunktspiel zum 16:12 nach. Die gute Leistung vor allem in der Defensive war so der Grundstein dafür, dass es mit einer 18:17-Führungs ins zweite Viertel ging. Das, obwohl die Dragons nur vier Rebounds geholt hatten (Bochum 13).

Kämpferisch und in der Defensive ganz stark

Es klappte zwar längst nicht alles, doch die Dragons kämpften beherzt und provozierten so viele Fehler Gegners. Youngster Danielius Lavribovicius war gut in der Partie, Bland führte wie gewohnt stark Regie und so setzten sich die Gastgeber zwischenzeitlich auf 31:23 ab (16.). Bochum hatte mit der Zonenverteidigung Probleme, blieb aber allein aufgrund der physischen Überlegenheit gefährlich. Das Spiel der Drachen war in der ersten Halbzeit aber einfach strukturierter und durchdachter. Dazu präsentierte sich Bahner in starker Form. Der Center agierte offensiv konztentriert und leistete sich in der Defense kein Foul. Auch seine 15 Punkte waren maßgeblich dafür, dass die Dragons mit einer 42:33-Führung in die Halbzeit gingen.

Der Fokus stimmt auf beiden Seiten

Die zweite Halbzeit eröffnete Bochum dann aber mit vier schnellen Punkten. Den Drachen fehlte zu Beginn etwas der Zugriff in der Abwehr, vorne waren sie aber aufmerksam, hängten Center Michael Haucke schnell die Fouls zwei und drei an und führten so nach einem Dreier von Rockmann schnell wieder mit 51:39 (23.). Das Umschaltspiel in beide Richtungen klappte hervorragend, in der Defense stand die Mannschaft schnell wieder in der Zonenformation und nutzte schnell die weiterhin vielen Fehler der Bochumer aus. Vor allem der Fokus stimmte: Alle Spieler arbeiteten an beiden Enden des Feldes und ließen bis zu diesem Zeitpunkt die großen Personalprobleme vergessen. Bei den Gästen hielt vor allem Jarvis Davis mit Treffern von Außen dagegen. Zwei Minuten vor dem Ende des Viertels sorgte dann Jonathan Mesghna für ein Highlight. Der Flügelspieler traf mit Ablaufen der Uhr im Fallen und wurde dabei sogar noch gefoult. Bis zum Ende des dritten Abschnitts bekam Bland dann eine Pause und die Sparkassenstars kamen wieder näher ran. Mit 68:58 ging es in den Schlussabschnitt.

Krimi bis zum Schluss mit Happy End

Das vierte Viertel eröffneten wieder die Gäste vor 2612 Zuschauern mit sechs Punkten in Folge. Beim Stand von 68:64 nahmen die Dragons so eine schnelle Auszeit und brachten danach Bland zurück, um wieder Ruhe ins Spiel zu bekommen. Der Rhythmus war nun aber weg. Das galt allerdings auch weitgehen für Bochum, sodass es mehrere Minuten nur wenige Punkte gab. Dann aber bestraften die Gäste das passive Spiel und waren spätestens nach einem Dreier von Ryon Howard zum 70:69 wieder voll im Spiel (35.). Die offensive Sicherheit der Dragons aus den ersten zweieinhalb Vierteln war wie weggeblasen. Hinzu kam, dass die Quakenbrücker früh die Teamfoulgrenze erreicht hatten und Bochum so viele Freiwürfe bekam. Zweieinhalb Minuten vor Schluss traf Bland dann einen schweren Dreier (78:75) und läutete so die spannende Schlussphase ein. Da der FC Schalke 04 zu diesem Zeitpunkt bereits sehr klar in Bernau zurücklag, war der erste Platz so greifbar. 1:04 Minute vor dem Ende bediente Zaletskiy dann wunderbar Bahner, der per Dunking zum 81:77 abschloss. Entschieden war diese Partie aber natürlich noch lange nicht. Bochum antwortete mit einem schnellen Dreier durch David Feldmann. Im folgenden Angriff wurde Zalteskiy gefoult und bekam 34,7 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe. Er traf beide zum 83:80. Auf der anderen Seite bekam Feldmann zwei und verfehlte beide. 16,3 Sekunden vor dem Ende nahmen die Dragons noch eine Auszeit, danach wurde Rockmann 12,2 Sekunden vor Ablauf der Uhr gefoult. An der Linie verwandelte er den ersten und setzte den zweiten absichtlich daneben. Bochum lief so die Zeit davon, der letzte Wurf ging daneben und die Dragons hatten das Spiel gewonnen. Bester Werfer bei den Gastgebern war Leon Bahner mit 22 Punkten.

In den Playoffs gegen Leverkusen

Durch den hart erkämpften Sieg und die klare 66:86-Niederlage der Schalker in Bernau sind die Dragons so noch Meister der Hauptrunde in der Nordstaffel der ProB. Als Erster treffen sie ab dem 10. März in der ersten Runde der Playoffs auf den Achten der Südstaffel, Bayer Leverkusen. Die Partie in Leverkusen findet voraussichtlich am 17. März statt.


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