Mit dem letzten Aufgebot Grippewelle reduziert Kader der Dragons im letzten Saisonspiel gegen Bochum

Von Malte Schlaack

Gefordert: Max Rockmann (hier im Hinspiel gegen den Bochumer Max Gebhardt) hat als einer der wenigen Spieler der Dragons seine Erkältung überstanden. Foto: Rolf KamperGefordert: Max Rockmann (hier im Hinspiel gegen den Bochumer Max Gebhardt) hat als einer der wenigen Spieler der Dragons seine Erkältung überstanden. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Mit reichlich Personalsorgen gehen die Artland Dragons in das letzte Spiel der regulären Saison der ProB. Gegen die VfL Sparkassenstars Bochum fehlen den Quakenbrücker Basketballern am Samstag (19.30 Uhr) voraussichtlich mehrere Spieler.

Der letzte Spieltag im professionellen Basketball artet oft in höhere Mathematik aus. Mögliche Konstellationen für die Playoffs werden durchgerechnet, mögliche Gegner ins Auge gefasst. Für die Dragons ist die Ausgangslage jetzt allerdings recht klar. Bei einem Sieg und einer Niederlage von Tabellenführer FC Schalke 04 in Bernau winkt Platz eins, ansonsten werden die Quakenbrücker Zweiter. In beiden Fällen kommen aus der Südstaffel auch nur noch zwei Gegner für die erste Runde infrage: ProA-Absteiger Dresden Titans und Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen.

Bis auf die für die Tabelle bedeutungslose Partie der Südstaffel zwischen dem FC Bayern München II und Meister Scanplus Baskets Elchingen beginnen alle Spiele der ProB am Samstag um 19.30 Uhr. Rund zwei Stunden später wissen die Dragons also, gegen wen es ab dem 10. März in den Playoffs weitergeht. Bis dahin wartet auf die Mannschaft eine harte Aufgabe, die im Verlauf der Woche noch etwas schwerer geworden ist.

Zustand „eher katastrophal“

Angesprochen auf die Personalsituation, bezeichnet Hartenstein den Zustand als „eher katastrophal“. Die Grippewelle hat die Drachen voll erwischt. Andre Calvin wird erstmals in dieser Saison sicher ausfallen, der Einsatz von Philipp Lieser, Yasin Kolo und Thorben Döding ist mindestens fraglich. Marc Liyanage ist immerhin zurück im Training und steht im Kader, Max Rockmann hat seine Erkältung komplett überwunden. Im Training halfen so einige Jugendspieler aus, damit überhaupt zehn Akteure in den Einheiten dabei waren. „Ich erwarte, dass Bochum mit komplettem Kader anreist. Wir sind also ausnahmsweise mal der Underdog“, gibt Hartenstein die Favoritenrolle ab.

Bochum ist aktuell Vierter, die vielen Rechenspiele ergeben je nach Konstellation einen Platz zwischen drei und fünf für das Team aus dem Ruhrgebiet. Die sonst erfahren besetzte Mannschaft wird angeführt von einem der besten deutschen Spieler der Pro B. Der 21-jährige Alexander Angerer ist der beste Scorer (15,4 Punkte im Schnitt) sowie der beste Rebounder (7,4) und wird in Quakenbrück vermutlich sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzung geben.

Leistungsträger werden nicht geschont

Trotz des kleinen Kaders steht für Hartenstein derweil übrigens eins fest: „Wir wollen das Spiel gewinnen.“ Dass Leistungsträger wie Rockmann oder Pierre Bland mit Blick auf die Playoffs geschont werden, kommt für den Coach und seinen Kollegen Christian Greve nicht infrage. „Sie sind in einem guten Rhythmus und sollen den auch behalten“, betont Hartenstein. Die Partie gegen Bochum bezeichnet er außerdem als große Chance für Danielius Lavrinovicius. Der Youngster war nach seiner Handverletzung zuletzt direkt wieder in guter Form und wird als Vertreter von Calvin eine wesentlich größere Rolle bekommen.

Einen weiteren Vorteil sieht der Trainer in der mentalen Stärke der Dragons. „Wir haben zuletzt vor allem in späten Phasen immer sehr gut gespielt“, sagt Hartenstein, der hofft, dass spätestens zu den Playoffs wieder alle Spieler an Bord sind.