92:83 in Itzehoe Artland Dragons feiern sechsten Sieg in Folge

Von Malte Schlaack

Durchgetankt: Dragons-Spielmacher Philipp Lieser (links) im Duell mit dem Itzehoer Kaimyn Pruitt-Smoot. Foto: Christian WüstDurchgetankt: Dragons-Spielmacher Philipp Lieser (links) im Duell mit dem Itzehoer Kaimyn Pruitt-Smoot. Foto: Christian Wüst

Itzehoe. Die Artland Dragons haben das vorletzte Spiel der regulären Saison in der ProB gewonnen. Bei den Itzehoe Eagles feierten die Quakenbrücker Basketballer mit dem 92:83 (54:43) den sechten Sieg in Folge.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Die Gastgeber brauchen jeden Sieg zum Einzug in die Playoffs, während die Dragons Platz zwei so gut wie sicher haben. Entsprechend lag der Druck bei Itzehoe und die Mannschaft von Trainer Pat Elzie ging mit hohem Engagement in die Partie. Die Drachen hielten mit individueller Qualität dagegen, hatten aber von Beginn an wie befürchtet Probleme beim Rebound (4:11 in den ersten zehn Minuten). Beide Mannschaften trafen ordentlich und so stand es nach rund sechs Minuten 13:13. Als die Quakenbrücker dann erstmals in Rückstand gerieten (15:16) antworteten sie mit zwei Dreiern in Folge in einem schwierigen Spiel. In hektischer Atmosphäre gegen unkonventionell spielende Eagles behielten sie weitgehend die Übersicht, ließen zum Ende des Viertels aber etwas nach und lagen so 26:27 zurück.

Steigerung zum Ende der ersten Hälfte

In ähnlichem Stil ging es weiter. Es war schwer sich auf das Spiel der Gastgeber einzustellen, die ohne erkennbares System agierten, aber auch sehr fehlerhaft auftraten. Das nutzten die beim Rebound nach wie vor unterlegenen Dragons gut aus, setzten sich aber vorerst nicht ab, weil bei Itzehoe vor allem Johannes Konradt (14 Punkte in der ersten Hälfte) heiß lief. Es war so in der vollbesetzten Halle am Lehmwohld sicher kein Spiel für Basketballästheten, aber durch die vielen Fehler auf Seiten der Gastgeber und der mangelnden körperlichen Präsenz der Quakenbrücker dafür um so spannender. Gegen Ende der Halbzeit bekamen die Dragons den Rebound und das Spiel besser in den Griff. Mit einem 9:0-Lauf bauten sie den Vorsprung auf 54:43 zur Pause aus.

Es geht nur mit vollem Einsatz

Mit der sicheren Führung im Rücken war das Team zu Beginn der zweiten Hälfte dann darum bemüht, etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Die in den ersten 20 Minuten erfolgreiche Zonenverteidigung kam weiter zum Einsatz und störte den Spielfluss der Eagles. In der Offensive unterliefen den Dragons nun aber viele unnötige Fehler, Itzehoe witterte seine Chance auf ein Comeback und holte so auch das Publikum zurück. Mit einem Dunking brachte Lars Kröger die Gastgeber wieder auf 53:58 (25.) ran. Die Drachen merkten nun, dass ein Sieg im Vorbeigehen nicht zu erreichen ist und erhöhten wieder die Intensität. Wie schon in der ersten Hälfte war es nun ausgeglichen und die Führung der Gäste pendelte sich im mittleren einstelligen Bereich ein. Beim Stand von 69:63 für die Dragons ging es in den Schlussabschnitt.

Lavrinovicius dreht auf

Den letzten Durchgang eröffnete Pierre Bland mit einem erfolgreichen Dreier, nachdem im dritten Viertel nur einer von elf Versuchen der Drachen von außen sein Ziel gefunden hatte. Itzehoe hatte allerdings die gleichen Probleme und so geriet die Führung zunächst nicht in Gefahr. Dann aber traf Henningsen etwas glücklich mit Brett, Daniel Boahene ließ einen Korbleger folgen und beim Stand von 72:69 (34.) aus Sicht seines Teams nahm Dragonscoach Florian Hartenstein eine Auszeit. Wie schon im ersten Viertel war das Spiel nun von einem basketballerischen Leckerbissen weit entfernt – aber es war aus Sicht der Gäste unnötigerweise wieder spannend. In dieser Phase bewies der wiedergenesene Danielius Lavrinovicius dreimal in Folge ein ganz weiches Handgelenk unter dem Korb und brachte sein Team so mit 85:77 in Führung (38.). Der Fokus war nun wieder eingestellt, Lavrinovicius blockte Konradt beim Dreier und spätestens mit den Freiwürfen von Rockmann zum 90:79 (39.) nahm der Sieg Formen an. Die Dragons spielten nun klug die Uhr runter und gewannen die schwierige Partie so mit 92:83. Bester Werfer bei den Quakenbrückern, die am kommenden Samstag die VfL Sparkassenstars Bochum zum letzten Spiel der regulären Saison empfangen, war Kapitän Rockmann mit 22 Punkten.