Dauerbrenner Bland sichert die Serie Dragons feiern in Bernau den fünften Sieg in Folge

Von Malte Schlaack

Eine Etage höher ist in dieser Szene Dragons-Kapitän Max Rockmann gegen die beiden Bernauer Konstantin Kovalev und Jonas Böhm. Rockmann verwandelte vier von acht Dreipunktversuchen. Foto: Christian WüstEine Etage höher ist in dieser Szene Dragons-Kapitän Max Rockmann gegen die beiden Bernauer Konstantin Kovalev und Jonas Böhm. Rockmann verwandelte vier von acht Dreipunktversuchen. Foto: Christian Wüst

Bernau/Quakenbrück. Es läuft bei den Artland Dragons. Die Quakenbrücker Basketballer haben das Spitzenspiel bei LOK Bernau mit 86:80 (43:37) gewonnen – es war der fünfte Sieg in Folge.

Schon beim Sieg im Hinspiel gegen Bernau hatte das Spiel der Dragons eine Handschrift getragen: die von Pierre Bland. Der Spielmacher hatte vor seinem Wechsel im Sommer drei Jahre in Bernau gespielt und scheint gegen seinen Ex-Verein immer besonders motiviert zu sein. Der US-Amerikaner drehte bei seiner Rückkehr in die Nähe von Berlin richtig auf. Jede Sekunde eines intensiven Spiels stand er auf dem Feld, erzielte 29 Punkte, holte zehn Rebounds und gab sechs Assists. „Er hat 40 Minuten auf hohem Level gespielt. Das zeigt auch, in was für einer Top-Verfassung er körperlich ist“, lobte Trainer Florian Hartenstein. Aber auch mental war Bland voll da: Der 25-Jährige erzielte die letzten zehn Punkte der Drachen, acht davon in Folge an der Freiwurflinie. Er sicherte so einen Sieg, der zwischenzeitlich mehrfach in Gefahr geraten war.

Steigerung nach schwachem Beginn

Die Dragons begannen schwach und lagen schnell mit 4:13 hinten. In dieser Phase war es vor allem Andre Calvin, der sein Team mit einigen Rebounds und erfolgreichen Abschlüssen zurück ins Spiel brachte. Zusammen mit Bland sorgte der Routinier dafür, dass die Quakenbrücker mit einer 43:37-Führung in die Halbzeit gingen, 29 Zähler gingen dabei auf das Konto des starken US-Duos.

Nach der Pause behielten die Dragons die Partie zunächst im Griff, ließen aber zum Ende des Viertels nach. „Wir hätten das Spiel besser kontrollieren können. Wir haben zu viele Fehler gemacht und teilweise auch zu langsam gespielt“, bemängelte Hartenstein. In der Tat: 17 Assists als Team sind für die Drachen kein guter Wert.

Rockmann im rechten Moment zur Stelle

Im vierten Viertel drohte das Spiel sogar komplett zu kippen, als Bernau acht Minuten vor Schluss erstmals wieder in Führung ging. Jetzt war aber Max Rockmann zur Stelle. Der Kapitän, der zuvor keinen guten Wurftag hatte, erzielte sieben Punkte hintereinander und leitete so den Sieg ein. „Es war gut, dass er weiter geworfen hat. Als es wichtig wurde, hat er getroffen“, freute sich sein Trainer. Den Rest erledigte Bland, der trotz seiner überragenden Leistung für die Dragons noch lange nach dem Ende auch von den LOK-Fans gefeiert wurde.

Durch die Patzer der Konkurrenz ist den Dragons nun zwei Spieltage vor Saisonende der zweite Platz und damit eine gute Ausgangslage für die Playoffs so gut wie nicht mehr zu nehmen.