Möglichst schlechte Jubiläumsgäste Nächstes Spitzenspiel für Artland Dragons in Bernau

Von Malte Schlaack

Bei alten Bekannten: Pierre Bland. Foto: Rolf KamperBei alten Bekannten: Pierre Bland. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. LOK Bernau ist ein Traditionsverein in Sachen Basketball. Seit 60 Jahren wird der Sport nördlich von Berlin betrieben. Mit einer großen Party wurde das Jubiläum am Freitagabend gefeiert. Fortgesetzt werden soll die Feier am Sonntag ab 17 Uhr mit dem Ligaspiel in der ProB. Gegner: die Artland Dragons.

Das Selbstvertrauen ist groß bei den Quakenbrücker Basketballern. Vier Spiele haben sie in Folge gewonnen, zuletzt gab es einen Sieg gegen Tabellenführer Schalke 04. Florian Hartenstein sieht die Sache recht nüchtern: „Gerade mit Blick auf die Playoffs wäre es gut, wenn wir mal zwei Spiele hintereinander dominant auftreten“, sagt der Trainer der Dragons. Er und sein Kollege Christian Greve werden nicht am Samstag mit der Mannschaft nach Bernau reisen. Für die Coaches geht es erst mit dem Nachwuchsteam in der NBBL nach Paderborn und danach mit dem Auto in Richtung Osten.

Besonderes Spiel für Bland

Im Mannschaftsbus sind derweil alle Profis an Bord. Noah Westerhaus ist nach längerer Pause wegen einer Knieverletzung erstmals wieder im Kader, Leon Bahner hatte etwas Probleme mit einer Erkältung, steht aber bereit. Eine ganz besondere Partie ist es für Pierre Bland. Der Spielmacher war vor seiner Zeit bei den Dragons drei Jahre in Bernau aktiv und genießt bei den Fans immer noch sehr hohe Beliebtheit.

Auf was für eine Bernauer Mannschaft die Drachen treffen, ist ziemlich offen. Der Vorjahresmeister und aktuell Tabellenvierte hat gerade die Teilnahme an den Playoffs gesichert, musste zuletzt aber vermehrt Spieler an Kooperationspartner Alba Berlin für die Bundesliga oder NBBL abstellen. Die Folge: Bernau verlor zwei der letzten drei Partien und trat auch in der Vorwoche beim Sieg in Wolfenbüttel nur zu acht an.

Dragons planen mit einem Sieg

Denkbar ist jetzt aber, dass gerade zum Jubiläum und dem besonderen Spiel gegen die Dragons und Bland die meisten Akteure an Bord sind. Immerhin würde LOK auch mit einem Sieg mit mehr als sieben Punkten Differenz an den Quakenbrückern vorbeiziehen. Hartenstein ist das egal: „Wir planen mit einem Sieg. Erfahrungsgemäß spielen wir ja auch besser, wenn beim Gegner alle dabei sind.“