Topspiel am Wochenende Artland Dragons treten gegen Tabellenersten an

Von Malte Schlaack

Zug zum Korb: Marc Liyanage ist seit Mitte Januar bei den Dragons und hat mit seinem neuen Team bisher alle drei Spiele gewonnen. Foto: Rolf KamperZug zum Korb: Marc Liyanage ist seit Mitte Januar bei den Dragons und hat mit seinem neuen Team bisher alle drei Spiele gewonnen. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Artland Dragons gegen den FC Schalke 04, Tabellenzweiter gegen Ersten. Oder anders gesagt: Am Samstag (19.30 Uhr) steigt in der Artland Arena das Spitzenspiel der ProB. Bei den Quakenbrücker Basketballern ist ein Spieler dabei, der sich bestens mit großen Partien auskennt.

Seit Mitte Januar ist Marc Liyanage ein Teil der Dragons. Der 27-Jährige kam kurz vor Ende der Wechselfrist vom Mitteldeutschen BC aus der Bundesliga und sollte dem Kader auf den Flügelpositionen mehr Tiefe geben. Allein der Blick auf die Ergebnisse seitdem zeigt, dass sich der Transfer offensichtlich gelohnt hat: Drei Spiele und drei Siege sind es mit Liyanage. „Das liegt aber sicher nicht nur an meiner Person“, sagt der gebürtige Hamburger.

Der 1,98-Meter-Mann hat in seiner Karriere schon einiges erlebt – und einige Erfolge gefeiert. Mit den Giants Düsseldorf und der BG Göttingen schaffte er den Aufstieg in die BBL, verließ die Vereine danach aber jeweils. Den Traum von der höchsten deutschen Spielklasse erfüllte sich Liyanage dennoch: Bei Alba Berlin und zwei Engagements beim MBC kommt er mittlerweile auf insgesamt 52 Partien in der Bundesliga.

ProB ist Neuland

Nach sechs Stationen im deutschen Profibasketball betrat Liyanage bei den Dragons Neuland, denn in der ProB war er bisher noch nicht aktiv. „Ich bin vom Niveau positiv überrascht. Es gibt gut ausgebildete Einzelspieler, und man muss immer hellwach sein. Die Liga ist auf jeden Fall auf einem guten Weg“, sagt die Nummer 3 der Drachen.

Er selbst hat sich gut in die Mannschaft eingefügt und sorgt schon jetzt für die nötige Entlastung, vor allem für Max Rockmann auf der kleinen Flügelposition. Der Kapitän hat in den letzten drei Partien 20, 29 und 19 Punkte erzielt. Einen Zusammenhang mit der Verpflichtung Liyanages sieht Dragons-Coach Florian Hartenstein schon: „Er entlastet Max auf dem Feld und erhöht die Competition im Training.“

Playoffs noch in weiter Ferne

Keine schlechten Voraussetzungen für das Duell gegen Spitzenreiter Schalke. Liyanage spricht zwar von einem „richtungsweisenden Spiel für uns“, betont aber gleichzeitig: „Es ist egal, gegen wen es geht. Wir müssen immer unser Potenzial abrufen und uns dabei vor allem auf uns selbst konzentrieren.“ Die Playoffs seien für die Mannschaft noch in weiter Ferne. „In den letzten vier Spielen geht es darum, dass wir uns weiter finden und natürlich eine gute Platzierung erreichen“, sagt Liyanage.

Dem stimmt sein Trainer zu. „Wenn wir die Chance auf Platz eins wahren wollen, müssen wir immer unsere Leistung bringen“, sagt Hartenstein, der wieder auf Center Yasin Kolo setzen kann. Noah Westerhaus ist nach längerer Verletzung ebenfalls zurück im Training, aber noch nicht fit für einen Einsatz. Danielius Lavrinovicius macht nach einer Handverletzung zwar sehr gute Fortschritte, fällt aber noch aus.

Nicht französisch

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie wird der Nachname von Marc Liyanage ausgesprochen? „Der Name kommt offensichtlich nicht aus Deutschland, wird aber deutsch und nicht französisch oder so ausgesprochen, also Li-ya-na-ge“, erklärt der Flügelspieler, dessen Vater aus Sri Lanka stammt.