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Pferde und Reiter gaben in brütender Hitze alles

Von Wiebke Pohl

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wp Engter. War das Sommerturnier des Reitervereins Engter in den letzten Jahren häufig eine eher nasskalte Veranstaltung, so kehrten sich die Wetterverhältnisse in diesem Jahr ins Gegenteil: In brütender Hitze gaben Pferde und Reiter von Donnerstag bis Sonntag in Dressur- wie Springprüfungen ihr Bestes.

Sowohl Samstag als auch Sonntag hieß es pünktlich um 7 Uhr für den ersten Teilnehmer im Parcours „Start frei!“. Die Reiter der Klasse A waren sowohl im Springen als auch in der Dressur diejenigen, die beide Turniertage eröffneten. „Jetzt bin ich sogar froh, dass ich schon um 7 dran bin“, erklärte eine Reiterin angesichts der hohen Temperaturen am Samstagabend.

Die Starterfüllung verlief Samstag und Sonntag nahezu identisch: Je früher die Prüfung, desto mehr Paare gingen an den Start. Insbesondere in der Mittags- und frühen Nachmittagszeit sank die Beteiligung dagegen in manchen Prüfungen auf 50 Prozent ab. Richter Dr. Jürgen Tornow zeigte sich mit den erbrachten Leistungen aber mehr als zufrieden: „Wir haben in diesem Jahr besonders viele gute Ritte in der Dressur gesehen“, freute er sich. Und auch im Springen bewiesen viele fehlerfreie Ritte den überdurchschnittlich hohen Leistungsstand.

In den beiden höchstdotierten Springprüfungen fiel insbesondere die Konstanz der gelungenen Ritte von Karl-Jürgen Schröder (RFV Ostercappeln-Schwegerhoff) und seinem Pferd Giorni di Gloria und Jörg Fänger (RFV Hollage) im Sattel von Maverick auf: Gleich beiden gelang der Doppelclou – in ihren Abteilungen siegten sie jeweils sowohl im M-Springen am Samstag als auch in dem am Sonntag. Doch die Konkurrenz war ihnen dicht auf den Versen: Larah Freynhagen, Malte Gahmann und Alexandra Pohlmann sicherten sich in spannenden Stechen an beiden Tagen jeweils die silberne Schleife für den zweiten beziehungsweise die weiße Schleife für den dritten Platz. Dem stehen die Leistungen der Dressurreiter in nichts nach. Besonders Beate Logemann (RFV Horsa Bissendorf) überzeugte die Richter – sowohl in der Dressurprüfung Klasse L auf Trense als auch in der auf Kandare: Mit Traumnoten von 8,0 und 7,6 setzte sie sich auf Pepper-Ann gegen die ebenfalls starke Konkurrenz durch. Rang zwei und drei in der L-Dressur auf Kandare, der schwierigsten Dressurprüfung des Turniers, gingen an Kristina Kühling und Beate Garmann, die am Vortag in der L-Dressur auf Trense ebenfalls hoch platziert waren.

Bis sie ihre Pferde so gut beherrschen, heißt es für die vier Teilnehmer der Führzügelklasse noch „Üben, üben, üben“. Hübsch herausgeputzt waren die Ponys, auf denen die strahlenden Kinder dem Publikum stolz ihr Können präsentierten. Ein kleines bisschen „wie die Großen“ durften sie sich aber auch jetzt schon fühlen: Zwischen den beiden Abteilungen des letzten M-Springens gehörte der Hauptplatz ihnen.

Hoch konzentriert waren sie auf die Aufgaben, die ihnen die Richter stellten – da blieb nicht einmal Zeit, davon zu träumen diesen Platz in einigen Jahren als Springreiter wieder zu besuchen.


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