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Firmvorbereitung mit festlichem Gottesdienst gestartet Alfhausens Firmlinge suchen das „Navi fürs Leben“

Von Margarete Hartbecke

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Mit einem Rollenspiel veranschaulichten Eva-Maria Kleine-Starmann und Tobias Greve das Motto des Firmunterrichts.Foto: Margarete HartbeckeMit einem Rollenspiel veranschaulichten Eva-Maria Kleine-Starmann und Tobias Greve das Motto des Firmunterrichts.Foto: Margarete Hartbecke

ALFHAUSEN. Für 51 Jugendliche begann die Vorbereitung auf ihre Firmung am 2. Juni am vergangenen Samstag mit einem Eröffnungsgottesdienst in der St.-Johannis-Kirche in Alfhausen.

Dass diese Altersgruppe im Mittelpunkt stand, zeigte sich schon kurz vor der Messe mit ungewöhnlichen Klängen aus den Kirchenlautsprechern. Tim Bendzko sang „Muss nur noch kurz die Welt retten“. Das war wohl als Anspielung darauf gedacht, dass die Firmlinge sich Zeit nehmen sollen für den Firmunterricht in den nächsten Monaten.

Modern auch das Firmthema: Navi fürs Leben. Die Katecheten Tobias Greve und Eva-Maria Kleine-Starmann zeigten in einem Rollenspiel, dass es nicht immer leicht ist, den richtigen Weg zu finden. Pfarrer Martin Volk griff das Thema auf. Ein Navi sei heute zwar ganz normal, aber es führe nicht immer gut.

Es berge auch die Gefahr, sich die Wege nicht mehr einzuprägen. Welchen Weg sollten die Jugendlichen einschlagen, und nach welchen Werten sollten sie leben? In der Firmung gehe es darum, in aller Ruhe den Weg zu Gott zu finden. Dazu seien Vorbilder notwendig, in diesem Fall die Katecheten als Wegbegleiter. Dadurch wachse ein inneres Navi, ein Kompass fürs Leben.

Tobias Greve und Eva-Maria Kleine-Starmann sind zwei der neuen Katecheten, die sich schon im letzten Sommer und damit recht früh entschlossen hatten, die Firmvorbereitung zu übernehmen. Nach und nach kamen dann andere hinzu. Die zwölf Katecheten sind etwa zur Hälfte neu und bringen „frischen Wind“ mit, die anderen Routinierten ihre wertvollen Erfahrungen – eine gute Mischung, findet Gemeindereferentin Renate Rickelmann-Osterfeld. Zusammen mit Pfarrer Martin Volk, Jugendpfleger Adalbert Jandl und Jutta Hüls begleitet sie den Firmunterricht.

Dem Lebensalter der Firmlinge angepasst, sollen auch die drei Hauptthemen der Firmvorbereitung bearbeitet werden. Die Schöpfungsverantwortung beinhalte beispielsweise Aspekte des fairen Handels, dargestellt an der Herstellung einer Jeans. Achtung vor dem Leben sei ganz aktuell durch Prügelattacken in S-Bahnen mit tödlich verletzten Helfern zu beleuchten.

Gemeinschaft und Zusammenhalt – das können die Firmlinge in den Gruppen beweisen, die am Samstagabend nach der Messe im Jugendheim zusammengestellt wurden. Hier erhielten sie auch Vordrucke, um Gebetspaten zu werben. Die Firmlinge tragen persönliche Daten ein.

Die Zettel werden dann in der Kirche ausgehängt, sodass sich Gemeindemitglieder einen Firmling aussuchen und ihn in ihr Gebet mit aufnehmen können. Die erste Aktion der Firmvorbereitung ist gelaufen, Firmlinge und Katecheten sind auf dem Weg.


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