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Ankum fit für die Zukunft? IHK-Geschäftsführer: Identifikation mit dem Standort muss verbessert werden

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Gespräche über Ankums Zukunft: Reinhold Coenen, IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf und Unternehmer Georg Dobelmann (von links).Foto: Büro CoenenGespräche über Ankums Zukunft: Reinhold Coenen, IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf und Unternehmer Georg Dobelmann (von links).Foto: Büro Coenen

pm Ankum. „Was ist zu tun, um Ankum wirtschaftlich fit für die Zukunft zu machen?“ Diese Frage, formuliert von Reinhold Coenen, zog sich wie ein roter Faden durch eine Informationsveranstaltung zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu der der CDU-Landtagsabgeordnete Wirtschaftstreibende und Politiker aus der Gemeinde Ankum in das Goodies-Center von Georg Dobelmann eingeladen hatte.

Einer Pressemitteilung aus dem Abgeordnetenbüro zufolge skizzierten Hauptgeschäftsführer Marco Graf und Geschäftsführer Eckard Lammers der „Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim“ (IHK) ausgewählte Rahmendaten der Gemeinde unter der Überschrift „Ankum 2020 – Handlungsfelder aus Sicht der Wirtschaft“. Positiv anzumerken: Ankums Bevölkerung wächst. Auf der Negativseite allerdings sagt die IHK weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, eine Kaufkraftstagnation sowie nahezu eine Halbierung der Übernachtungszahlen voraus.

„Die Identifikation mit dem Standort muss verbessert werden“, dies zumindest war die zentrale Botschaft von Graf und Lammers. Das gelte beim Standortmarketing vor dem Hintergrund, dass Ankum aktuell einen negativen Pendlerüberschuss hat, also aktuell 783 Arbeitsplätze exportiert. Das gelte beim Ausbau der Breitbandversorgung vor dem Hintergrund, dass Ankum verkehrsinfrastrukturell kein zentraler Standort sei und dies nur durch schnelles Internet ausgleichen könne. Das gelte bei der Fremdenverkehrsförderung, wo Ankum die Werbung professionalisieren und die Zielgruppenansprache intensivieren müsse. Und das gelte im Bereich Bildung, wo die Hochschulausbildung wirtschaftsnah vernetzt werden müsse.

Angesichts dieses Handlungsleitfadens der IHK plädierte Günther Kosmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ankumer Gemeinderat, dafür, sich verstärkt um den Verbleib der Hochschulabsolventen in der Region zu bemühen. „Dies ist eine ganz zentrale Frage, um den Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten.“ Frühe Kooperationen zwischen Schulen, Wirtschaft und Hochschulen seien sinnvoll. Die Kommunen könnten hier eine Koordinierungsfunktion übernehmen.

Graf plädierte dafür, die „Marke Ankum“ in die Öffentlichkeit zu transportieren. Mögliche Anknüpfungspunkte seien die Pferdeauktion P.S.I., der Artländer Dom oder Ankums Bedeutung in der Ottonenzeit, die durch die archäologischen Forschungen an der Kirchenburg gerade ermittelt werde.

Coenens Resümee: „Wir müssen Genehmigungsverfahren beschleunigen, die Kommunikation zwischen Unternehmern und Politik verbessern, die Imagewerbung verstärken und die wirtschaftlichen Aktivitäten der Unternehmer in der Gemeinde wertschätzen.“


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