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Plattdeutscher Humor vom Feinsten „Dütt un Dat“ in Badbergen mit vielen Sketchen, Liedern und Geschichten

Von Alexandra Lüders

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Badbergen. „Dütt un Dat up Platt“ titelt der plattdeutsche Heimatabend des Heimatvereins Badbergen seit vielen Jahren. Unter diesem Motto versammeln sich Liebhaber des Plattdeutschen zwischen 10 und 90 Jahren auf der Restaurant-Diele von Elting-Bußmeyer, um den Sketchen, Liedern und Geschichten der 20 Akteure zuzuhören und um zu applaudieren. In diesem Jahr feierte Anita Gehrke ihre Premiere als Organisatorin, die sie mit Kreativiät und Spontaneität meisterte.

Ein bisschen Lampenfieber war schon spürbar, als Anita Gehrke nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Herbert Schuckmann das abendliche Programm eröffnete. Den Auftakt machte der von ihr geförderte Nachwuchs Merle Brauer, Lara Gehrke und Lutz Bölke. Die Schüler haben bereits Preise im plattdeutschen Lesewettbewerb ergattert – eine gute Grundlage für den Auftritt. Mit dem Sketch „Air verkoopen“ kitzelten sie die Lachmuskeln ihrer Zuhörer, denn „Oma Guste“ ließ sich 50 Eier für eine Geburtstagstorte andrehen. Badberger Lokalpolitik und den Fußball nahm unterdessen „Schiedsrichter“ Reinhold Landwehr aufs Korn, während Werner Göhlinghorst im Stil von Jopi Hesters Witziges vom 100-jährigen der Schützenhalle zum Besten gab.

Dem Kampf mit dem Herbstlaub widmete Moritz Finke seinen plattdeutschen Vortrag, der noch durch „Use Oma ist prima“ von Fabian Seefeld getoppt wurde. Denn wer hat nicht gerne eine fidele Großmutter, die eine Tür für die Enkelkinder und für die „armen Hühner“ offen lässt?

Zu Sandra Meyer: Ihre lebenslustige Hochbetagte in silbergrauem Kleid besucht ihre Kinder jede Woche im Altenheim und lässt sich die Geburtstorte auch mit 100 noch schmecken. Annegret Fehrlage begeisterte mit einer „wahren Begebenheit“ über Fasanengelege, die von Unkundigen leicht mit Eichhörnchennestern verwechselt werden.

Mit einer Forke zog wiederum Werner Brüggemann gegen Ratten und Mäuse beim Korndreschtag zu Felde – ein plattdeutsches Vergnügen für die Zuhörer.

Anita Gehrke wusste schließlich pointenreich von originellen Krankheiten und ängstlichen Helden auf dem Operationstisch zu erzählen. Spontan verlas Gustav Schlotmann eine plattdeutsche Jagdanekdote, in der eine Hochzeitssuppe aus Fuchsleber zur „Dünnschissorgie“ avancierte. Die Gäste vom Kulturverein Schale erfreuten die Gesellschaft mit Akkordeonmusik, einem Kiepenkerl und einem Holzschuhtanz.

Am 11. März lädt der Heimatverein um 10 Uhr zum plattdeutschen Gottesdienst in die Georgskirche ein.


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