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Deutliches Votum für den Chef Christian Calderone bleibt Vorsitzender der CDU im Osnabrücker Land

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<em>Geballte CDU-Kraft:</em> Kreisvorsitzender Christian Calderone (7. von links), Ehrengast Norbert Röttgen (4. von rechts) und die weiteren Mitstreiter. Foto: Swaantje HehmannGeballte CDU-Kraft: Kreisvorsitzender Christian Calderone (7. von links), Ehrengast Norbert Röttgen (4. von rechts) und die weiteren Mitstreiter. Foto: Swaantje Hehmann

Quakenbrück. Irgendwie passt diese Szene zum Namen Christian Calderone: Es ist Dienstagabend, 22.15 Uhr, der alte und neue Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Osnabrück-Land lässt sich sein Zigarillo schmecken. Wir sind nicht in Sizilien, sondern befinden uns vor dem Autohaus an der B68 in Quakenbrück – nach einem vierstündigen mit Emotionen gespickten Kreisparteitag.

211 von 214 möglichen Stimmen, dreimal „Nein“, keine Enthaltung, sprich 98,6 Prozent Zustimmung: Angesichts dieses Resultats seiner Wiederwahl zum Kreisvorsitzenden ist klar, warum Calderones Zigarillo so gut mundet. Der 35-Jährige pflegt offensichtlich einen Führungsstil, der bei den Mitgliedern gut ankommt. Selbstbewusst ist er obendrein: „Daran, dass es keine Enthaltungen gegeben hat, können Sie ablesen, dass ich mich auch selbst gewählt habe“, stellt der Quakenbrücker nach seiner Wahl vor den Delegierten fest.

Zu Calderone und seinem neuen Führungsteam später mehr. Kommen wir erst noch zur Abteilung Emotionen. Die wird am Vorabend des 3. Oktober von einem Mann bedient, der im Herbst 2013 nicht mehr für den Bundestag kandidieren will. Georg Schirmbeck nutzt den Parteitag, um seine langjährige politische Karriere im Kreis-, Land- und Bundestag noch einmal Revue passieren zu lassen. Den Tränen nahe, bittet er diejenigen um Entschuldigung, denen er in den vergangenen Wochen vor seinem Entschluss, nicht mehr kandidieren zu wollen, nicht immer die ganze Wahrheit gesagt habe. Er habe selbst lange mit sich gerungen, doch nach Gesprächen mit seiner Tochter, seinem Sohn und seiner Frau sei die Entscheidung gereift. Im Übrigen hätte er Angst vor den letzten Wochen eines neuerlichen Wahlkampfs, „wenn wieder alle möglichen Kübel über mich ausgegossen werden“. Zu den Inhalten dieser möglichen Kübel äußert sich der Hasberger freilich nicht. Egal, die Delegierten stehen auf und feiern „ihren Schorse“ mit lang anhaltendem Applaus.

Zurück zum Team Calderone. Bei den weiteren Wahlen werden vier stellvertretende Vorsitzende gewählt: Maren von der Heide aus Ankum (204 Stimmen), Marcus Unger aus Bohmte (201), André Berghegger aus Melle (176) und Johannes Pöttering aus Bad Iburg (161). Berghegger und Pöttering treten in der kommenden Woche (10. Oktober) in Wallenhorst an, wenn die CDU-Mitglieder per Urwahl entscheiden müssen, wer von beiden im bisherigen Bundestagswahlkreis von Schirmbeck künftig die CDU-Farben vertreten soll.

Was sonst noch? Bernhard Strootmann bleibt Schatzmeister und Martin Bäumer Bildungsreferent. Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Norbert Röttgen spricht zum Thema „So machen wir das“ und Calderone erklärt 2013 zum „Jahr des Mitglieds, in dem wir neue Mitglieder werben wollen, vor allem aber auch unsere innerparteilichen Bemühungen im Bereich Kommunikation und Transparenz verstärken wollen“.


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