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Kutschenkorso Karossen aus Uropas Zeiten gehören zum Quakenbrücker Renntag einfach dazu

Von Alexandra Lüders

Jürgen Rothert aus Nortrup mit seiner Wagonette und den Hannoveranern. Foto: LüdersJürgen Rothert aus Nortrup mit seiner Wagonette und den Hannoveranern. Foto: Lüders

Quakenbrück. Mit Spannung sieht der Artländer Rennverein seinem „kleinen Jubiläum“ am 4. September entgegen, wenn er mit mehr als 10000 Zuschauern seinen 20-jährigen Geburtstag nach der Neugründung feiert. 13 Pferderennen stehen auf dem Festprogramm, während der nostalgische Kutschenkorso für eine Atempause in dem turbulenten Geschehen sorgt. 13 Karossen aus Uropas Zeiten sind dort ebenso zu bestaunen wie ihre Fahrer auf dem Kutschbock.

„Eigentlich hätten wir ja 20 Kutschen haben müssen“, lacht Kutschenorganisator Heino Rüter, der fast von Anfang an zum Organisationsteam der Neuzeit gehörte. Auch wenn der Quakenbrücker seit einigen Jahren in Heiligenhafen lebt, liegt ihm der Kutschenkorso der Artländer Renntages immer noch am Herzen. Aus der Ferne hält er Kontakt zu allen seinen Kutschenmännern (und einer Frau) – einstündige Telefonate sind da keine Seltenheit.

Die meisten von ihnen mischten von Anfang an mit beim traditionellen Quakenbrücker Pferderennen. Denn hier können sie mit ihren eleganten Landauern und Wagonetten für Furore sorgen. Es ist auch eine Schau der Pferderassen, wie man sie sonst, nicht nur hier in der Region, selten zusammen sieht.

Mit von der Kutschpartie sind Josef Hackmann-Münzebrock aus Essen-Herbergen mit drei Alt-Oldenburgern, Josef Brengelmann aus Quakenbrück mit einem Doktorwagen von 1890 und seinem Haflinger, Manfred Heimbrock aus Löningen-Benstrup mit seinem weinroten Landauer und seinen vier Alt-Oldenburgern. Ursel Burlage aus Gehrde kommt mit ihrer Linzer Wagonette und ihrem Freiberger, Hubert Trenkamp aus Steinfeld-Holthausen mit einem weißen Landauer und vier Schimmeln.

Jürgen Rothert aus Nortrup gehört mit seiner Wagonette und den Hannoveranern schon zum gewohnten Bild. Franz Lammerding aus Merzen reist mit seiner Viktoria und den Hannoveraner Rappen an, Thomas Brandenburg aus Essen mit dem Doktorwagen und seinem Alt-Oldenburger.

Eine Vis-à-Vis-Kutsche und Münsterländer Ponys präsentiert Hubert Vaske aus Essen. Auch Karl Specker aus Ankum mit seinem Landauer und den dreispännigen Friesen sind mit von der Kutschpartie. Aus Hörstel kommt Reinhard Heeke mit seinem Spider und den Friesen, während Manfred Buddenberg mit seiner Vis-à-vis und zwei Percheron-Schimmeln aus Melle anreist.

Das Schlusslicht bildet der Landauer der Herforder Brauerei mit vier süddeutschen Kaltblütern aus Steinhagen. Die Jagdhornbläser Essen werden den Kutschenkorso musikalisch umrahmen.

Auf dem Kutschenparkplatz gibt es weitere historische Kutschen von Reinhard Scholz aus Handrup zu besichtigen. Als Sponsoren fungieren die Vermietungsagentur Brüning, das Strandcafé Heino Rüter, „Mensch in Bewegung“ (alle Heiligenhafen) sowie die Industrievertretung Hans Gerhard Schumacher, Bremen.


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