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Ein echter bayrischer Kracher Beim Oktoberfest im Haus des Gastes in Wellingholzhausen ging es richtig rund

Von Conny Rutsch

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Wellingholzhausen. Ein bayrischer Kracher in Welling: am Samstag hatten die Blaskapelle und Gastwirt Hendrik Schrage zum neunten Oktoberfest ins Haus des Gastes geladen. Und schöner kann es München gar nicht sein und internationaler auch nicht. Schließlich schickte die Blaskapelle Welling mit der US-Hymne und dem anschließenden „Ich war noch niemals in New York“ einen Gruß genau dorthin. Vor 14 Tagen erst hatten sie an der Steubenparade teilgenommen.

Der musikalische Leiter Hans-Jörg Haferkamp erzählte dann auch gleich ein Schmankerl von dort: „Die Bratwurst zum Oktoberfest in New York gab es in weichen Hotdog-Brötchen mit Sauerkraut und Worcestersoße obendrauf.“

Schon an der Kasse begrüßten Eva-Maria Gramke und Katharina Heintz die Gäste in feschem Dirndl, und im Saal dann versammelten sich die hübschen Trachten der Frauen zusammen mit den zünftigen Krachledernen der Männer zu bayrischer Feierlaune.

Einige Dirndlträgerinnen wussten dann auch über den Brauch des Schleifetragens an den Schürzen Bescheid: „Die Schleife links bedeutet, dass die Trägerin ledig ist. Sitzt sie rechts, ist sie verheiratet.“

Und dann eröffnete Hans-Jörg Haferkamp in der feschen ledernen Stiefeljagdhose seines Vaters mit einem fröhlichen „Servus Wellingholzhausen“ das bayrische Fest.

Zum traditionellen Anstich des Bierfasses konnten die Veranstalter einen Lokalpromi gewinnen: „Mensch Melle“ Mirco Bredenförder packte den Holzhammer und schlug beherzt auf den Zapfhahn.

Er hatte gleich fast 50 Bueraner als „Gefolge“ mit zum Feiern gebracht. „Meine Lederhose habe ich in Bayern gekauft und extra zwei Nummern zu groß, damit ich oft darin wiederkommen kann“, witzelte er.

Passend zum Freibier vom Fass gab sich dann der „Aloysius“ mit einem hölzernen Rettungsfässchen die Ehre. Solange die Blaskapelle spielte, teilte er in Assistenz mit Hendrik Schrage und Daniel Niederwestberg Obstler an den Tischen aus. Und der mundete allen hervorragend. Eine gute halbe Stunde nach dem Anstich des Fasses brachte die Blaskapelle den Saal dann schon zum Kochen. Dass die ersten Gäste bald auf den Bänken tanzten, dauerte auch nicht viel länger.

Die Tanzband „Skyrider“ löste die Blaskapelle später ab und heizte dann so richtig ein. Im Laufe des Abends konnten sich die Besucher mit lustigen Spielen wie Masskrugstemmen, Nageln und Brezelmampfen vergnügen.

Die jeweiligen Sieger durften sich dann mit einem Partner ihrer Wahl im Wettsägen eines Baumstammes messen. Sieger wurden die Brüder Daniel und Markus Henke, die sich über einen Dämmerschoppen inklusive Essen im Gasthof Schrage als Preis freuten.

Bis weit nach vier Uhr konnten die Veranstalter insgesamt mehr als 500 Gäste begrüßen. „Das Haus des Gastes platzte aus allen Nähten, und es war eine Bombenstimmung“, resümierte Hans-Jörg Haferkamp am Sonntag.

Und eine superschöne Kulisse boten die Besucher in ihren Trachten allemal.


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