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Wahl nach dem Zusammenschluss Osnabrücker Kirchenkreis-Parlament wählt „Regierung“

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<em>Neue Leitungsebene</em> im Kirchenkreis Osnabrück (v.l.): Martin Steinke, Andrea Kruckemeyer, Volker Heise, Friedemann Pannen, Guido Stegmann-Beise, Katrin Häsler, Klaus Havliza, Doris Fritz und Wolfgang Campe. Foto: BuchholzNeue Leitungsebene im Kirchenkreis Osnabrück (v.l.): Martin Steinke, Andrea Kruckemeyer, Volker Heise, Friedemann Pannen, Guido Stegmann-Beise, Katrin Häsler, Klaus Havliza, Doris Fritz und Wolfgang Campe. Foto: Buchholz

Hasbergen/Osnabrück/Wallenhorst. Premiere nach dem Zusammenschluss evangelischer Kirchengemeinden in der Stadt und im Landkreis: Im Kirchenkreis Osnabrück trat jetzt zum ersten Mal der 2012 gewählte Kirchenkreistag mit den hinzugekommenen Gemeinden zusammen. Wichtigster Punkt der Versammlung im Gemeindehaus der Christuskirche Hasbergen war die Wahl einer „Regierung“.

Sie wird von den Delegierten des Kirchenkreistages (KKT) bestimmt. Die „Regierung“ als Kirchenkreisvorstand setzt sich aus zehn Mitgliedern zusammen. Davon müssen drei Geistliche sein. Bei der Besetzung der drei Posten für die Ordinierten gab es vier Bewerber. Der KKT bestimmte Andrea Kruckemeyer (Katharinen, Osnabrück), Martin Steinke (Matthäus, Osnabrück) und Guido Stegmann-Beisel (Christuskirche, Hasbergen). In der Abstimmung unterlag mit nur einer Stimme Differenz Pastor Hans-Georg Meyer-Ten Thoren (Andreas, Wallenhorst).

Sechs Plätze im Vorstand waren von Ehrenamtlichen einzunehmen. Ihre Qualifikation sollte sich etwa an der Gremienarbeit im KKT bemessen, empfahl dessen Vorsitzende Gisela Löhberg den Delegierten. Von den insgesamt sechs Vorschlägen und Eigenbewerbungen wurden in den Kirchenkreisvorstand bestimmt: Klaus Havliza (Andreas, Wallenhorst), Doris Fritz (Christuskirche, Belm), Volker Heise (Marien, Osnabrück), Katrin Häsler (Bonnus, Osnabrück), Dieter Trautz (Michaelis, Osnabrück) und Wolfgang Campe (Südstadtgemeinde, Osnabrück).

Der letzte zu besetzende Sitz im Kirchenkreisvorstand brauchte nicht gewählt zu werden. Er gehört, wie in diesem Fall Friedemann Pannen, dem Superintendenten, kraft seines Amtes.

Der neue KKT besteht aus 19 Gemeinden. Nach der Neuordnung der Kirchenkreise in Stadt und Landkreis kamen die Gemeinden aus Belm, Vehrte, Hasbergen und Lüstringen zum Kirchenkreis Osnabrück. Gewählt wurde der KKT im vergangenen Jahr von den Kirchenvorständen. Er tagt in der Regel zweimal jährlich und entscheidet beispielsweise über Haushalts- und Personalfragen mit einem Budget von rund fünf Millionen Euro.

Zum ersten Mal wurde mit Hans-Dieter Kieselbach auch ein Mitglied der gebärdensprachlichen Gemeinde in den KKT berufen. „Mit dieser Entscheidung wollen wir ein Zeichen setzen, dass Inklusion nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch möglich ist“, erläuterte Superintendent Pannen. Die Integration eines gebärdensprachlichen Gemeindeglieds in das „Parlament“ des Kirchenkreises Osnabrück solle das Bewusstsein der Kirchengemeinden stärken, sich in der alltäglichen Arbeit um Inklusion zu bemühen.


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