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70 Teilnehmer bei der 36. Auflage dabei „Die Wiege des Distanzritts steht in Ankum“

Von Henning Stricker

Die Siegerehrung beim 36. Ankumer Distanzritt nahmen Vorsitzender Horst Müller (rechts) und sein Stellvertreter Thomas Fleddermann (Zweiter von links) vor. Foto: Henning StrickerDie Siegerehrung beim 36. Ankumer Distanzritt nahmen Vorsitzender Horst Müller (rechts) und sein Stellvertreter Thomas Fleddermann (Zweiter von links) vor. Foto: Henning Stricker

Ankum. Die Wälder rund um Ankum standen wieder ganz im Zeichen des Distanzreitsports. Denn die Wiege des Distanzreitsports in Deutschland, so der Vorsitzende des Ankumer Reit- und Fahrvereins, Horst Müller, „steht in Ankum“. Den ersten Distanzritt in Deutschland nach dem Krieg organisierte 1969 Wolf Kröber. Unter dem Motto „Reiten ist Wille ins Weite“ fand dieser vom späteren Erfinder der Pferdemesse „Equitana“ initiierte 50 Kilometer lange Ritt in Ankum statt.

Doch erst 1972, mit dem„4. Distanzritt von Deutschland“ in Ankum sprang der von Kröber ausgelöste Funke endlich über. Damals reisten 39 Teilnehmer aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland nach Ankum, um an diesem Ritt teilzunehmen. Ein Jahr später, 1973, wurden mit dem 1. Senner Ritt das erste Mal in Deutschland die 100-Kilometer-Distanz geritten, 1974 folgte dann der erste 100-Meiler (160 Kilometer) von Hamburg nach Hannover.

Für den mittlerweile 36. Ankumer Distanzritt hatten sich wieder rund 70 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet, von Aachen bis Wilhelmshaven, und den benachbarten Niederlanden angemeldet.

Zur Auswahl hatten Vorsitzender Müller und sein Team vier verschiedene Streckenlängen vorbereitet. So konnten die Pferdesportler zwischen 30, 40, 60 und 80 Kilometer Länge wählen. Eine weitere Wertung gab es für die sechs Distanzfahrer, die mit Pony und Sulky auf die 30-Kilometer-Strecke gingen.

Von den vier Teilnehmern auf der 80-Kilometer-Distanz siegte Rein Duijts aus den Niederlanden. Er benötigte für die Strecke 6:59 Stunden. Von den drei anderen Teilnehmern gaben zwei nach 40 Kilometern auf, die vierte Teilnehmerin musste wegen Lahmheit des Pferdes ausscheiden. Von den vier Pferdesportlern auf der 60-Kilometer-Distanz gaben zwei Teilnehmer auf. Die beiden anderen konnten wegen Problemen mit dem Sportpartner Pferd nicht starten.

Auf große Resonanz stießen die 40 und 30 Kilometer langen Strecken. Für die 40 Kilometer durch die Landschaft rund um Ankum benötigte Silvia Henneberg aus Wilhelmshaven 3:31 Stunden. Martina Suer aus Ibbenbüren war zwar mit 3:20 Minuten schneller, jedoch spiegelte sich dies auch gleich in geringfügig schlechteren Pulswerten wider. Platz drei sicherte sich Nicole Hartmann (Porta Westfalica). Von den 30-Kilometer-Startern siegte Sabine Göllner. Sie brauchte für die Strecke 2:46 Stunden und gewann vor Annette Wickenkamp aus Westerkappeln. Dritte wurde Sonja Blank (Bielefeld).

Von den sechs Fahrern auf der 30-Kilometer-Distanzfahrt sicherte sich der Hamburger Klaus Oeding den Sieg. Er benötigte 2:46 Stunden und hatte damit nicht nur die beste Zeit, sondern auch die besten Pulswerte bei seiner 20-jährigen Ponystute. Platz zwei ging an Martina Günther (Hörstel) vor Roland Puke (Telgte).