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Konzert in St.-Matthäus Hunteburg: Mit Lust und Laune Musik gemacht

Von Christa Bechtel

Blick von der Empore in St. Matthäus auf das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“.Foto: Christa BechtelBlick von der Empore in St. Matthäus auf das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“.Foto: Christa Bechtel

Hunteburg. Das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ steht für überschäumende Spielfreude, sodass dem Zuhörer schnell klar ist: Hier wird mit Lust und Laune Musik gemacht, die eine breite Ausdruckspalette hat und gleichzeitig über vielfältige Nuancierungen verfügt.

Mit dem Konzert in der St.- Matthäus-Kirche in Hunteburg schloss der Klangkörper jetzt seine diesjährige traditionelle „Drei-Kirchen-Tournee“ mit einem bunten Strauß Musik von Barock bis Pop ab.

Dirigent Stephan Flore und sein mittlerweile auf über 20 Musiker angewachsenes Orchester, noch dazu unterstützt von acht Streichern der Kreismusikschule Diepholz in der Einstudierung durch Rudolf Seippel, konnten die über 120 Gäste in der gut gefüllten Kirche mit ihrem breit gefächerten Programm von Anfang an auf ihre Seite ziehen.

Mit dem bekannten „Adagio“ von Tomaso Albinoni, das auch auf der Trauerfeier von Robert Enke gespielt wurde, eröffnete das Ensemble sein Programm. Gerade in diesem Stück mit seinem sakralen Klang konnte die Streichergruppe den ansonsten satten basslastigen Klang des Musikvereins sehr schön ergänzen. Nach dieser ersten musikalischen Kostprobe begrüßte Stephan Klöpzig im Namen der Kirchengemeinde und für Pastor Hans Jürgen Milchner die Besucher; als Moderator führte er in launiger Weise weiter durch den Abend.

Mit zwei Sätzen einer Sonate von Georg Friedrich Händel, dargeboten von Stephan Flore, Horn, und Matthias Henseleit, Klavier, folgte ein weiteres Stück aus der Zeit des 18. Jahrhunderts. Als Nächstes erklang der bekannte Walzer „Sobra las Olas“ (Über den Wellen) des Komponisten Juventino Rosas, der das Publikum zum Mitwippen einlud. Die erfolgreichste Melodie aus dem Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber, nämlich „Memory“, wurde nun in einer Fassung für Posaune und Klavier zu Gehör gebracht. An der Posaune holte der langjährige 1. Posaunist des Orchesters, Harald Biermann, alles an Gefühl aus dieser allseits bekannten Ballade heraus. „Bilder einer Ausstellung“, dieses Stück Programmmusik von Modest Mussorgsky, ursprünglich für Klavier, von Maurice Ravel später genial für Orchester bearbeitet, erklang in Ausschnitten in einer Fassung für Blasorchester. Auf musikalische Weise werden hier die Bilder einer Gemäldeausstellung samt zugehöriger Promenade beschrieben. „Das alte Schloss“, „der Ochsen-Karren“, Die Hütte der Baba Jaga“ und „das große Tor von Kiew“ zogen an den Ohren des Publikums vorbei.

Eine große musikalische Bereicherung stellen die von Richard Aschmoneit gesungenen und von Michael Schönemann am Keyboard begleiteten Popballaden für das Programm des Musikvereins dar. So manches Auge wurde bei den neu arrangierten Titeln „Time after time“ und „The sun always shines on TV“ feucht. Das Orchester selbst präsentierte sich anschließend mit mehreren Medleys in grandioser Verfassung: „Starlight-Express“, Bert Kaempfert und zum Schluss Irving Berlin rissen die Zuhörer zu lang anhaltendem Applaus hin.

Der Musikverein bedankte sich mit einer Zugabe aus TV-Melodien und entließ alle mit den Eröffnungstakten der „Tagesschau“ nach Hause.


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