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Mit ganzem Herzen Einsatz für Schapen

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Am vergangenen Freitag starb im Alter von 81 Jahren der Ehrenbürgermeister der Gemeinde Schapen, Heinrich Wilmer. Er hat sich große Verdienste um die Gemeinde und die Region erworben.

Bereits mit 30 Jahren wurde er in den Rat der Gemeinde Schapen gewählt. 1986 wurde er Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis zu seinem Ausscheiden aus den politischen Ämtern auf kommunaler und Kreisebene im Jahr 2001 mit großem Engagement aus. Seit 1974 gehörte er dem Rat der Samtgemeinde Spelle an. Als überzeugter Christdemokrat nahm er über Jahrzehnte verantwortungsvolle parteipolitische Aufgaben wahr. Durch seine Tätigkeit im Kreistag des Altkreises Lingen von 1972 bis 1977 und von 1986 im emsländischen Kreistag bis 2001 hat Wilmer deutliche Spuren hinterlassen.

Eine Vielzahl von Infrastruktur- und Dorferneuerungsmaßnahmen wurde in seiner Amtszeit verwirklicht. Insbesondere die Unterstützung des örtlichen Gewerbes, die Sanierung und Inbetriebnahme des Begegnungszentrums '"'Altes Pfarrhaus'"' sowie die Baumaßnahmen in den Bereichen Sport und Feuerwehr, der Ludgerus-Grundschule und des Seniorenwohnheims fanden in Heinrich Wilmer einen unermüdlichen Förderer.

Seinem Weitblick ist die zukunftsorientierte Ausweisung von angemessenen Wohngebieten, aber auch von Gewerbegebieten mit der Ansiedlung vieler Betriebe zu verdanken. Diese wichtigen Entscheidungen tragen noch heute zur positiven Entwicklung der Gemeinde bei.

Wilmer stand allen Bürgern immer als fairer und kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung und war stets in der Lage, Probleme und Nöte schnell zu erkennen und zielorientierte Hilfe anzubieten. Im Jahr 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz und durch die Gemeinde Schapen die Bezeichnung '"'Ehrenbürgermeister'"' verliehen.

Der Begriff '"'Schapen - das Tor zum Emsland'"' geht auch auf Wilmer zurück. Er setzte damit ein touristisches Markenzeichen. Sein ehrenamtliches Engagement reichte weit über die Kommunalpolitik hinaus. Ein besonderes Anliegen war ihm die junge Generation. 60 Jahre lang war Wilmer Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schapen.

Der Christdemokrat war neben seinem politischen und ehrenamtlichen Engagement aber vor allem ein liebenswerter Mensch mit einer gehörigen Portion Humor. Unvergessen ist Teilnehmern einer Fahrt nach Weißrussland im Mai 1992 Wilmers Weigerung, seine Armbanduhr entsprechend der Zeitumstellung in Weißrussland um eine Stunde vorzurücken. '"'Ich bleib bei meiner Schapener Zeit'"', sagte er.

Heinrich Wilmer wird heute um 14.30 Uhr zu Grabe getragen.


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