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Dieter Rethorst ausgeschieden – Klaus Overbeck neuer Hegeringleiter Hegering Badbergen-Quakenbrück läutet neue Ära ein

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Dieter Rethorst ist jetzt Ehrenmitglied der Landesjägerschaft und des Hegerings. Unser Bild zeigt (von links) Hegeringleiter Klaus Overbeck, Michael Wassmann, den ausgeschiedenen Hegeringleiter Dieter Rethorst, Frieder Schöne-Warnefeld und Jägermeister Martin Meyer-Lührmann. Foto: HegeringDieter Rethorst ist jetzt Ehrenmitglied der Landesjägerschaft und des Hegerings. Unser Bild zeigt (von links) Hegeringleiter Klaus Overbeck, Michael Wassmann, den ausgeschiedenen Hegeringleiter Dieter Rethorst, Frieder Schöne-Warnefeld und Jägermeister Martin Meyer-Lührmann. Foto: Hegering

Badbergen. Im Hegering Badbergen-Quakenbrück ging eine Ära zu Ende. Nach fast 20-jähriger verantwortungsvoller Tätigkeit trat Dieter Rethorst als Hegeringleiter zurück. Die Hegeringversammlung wählte Klaus Overbeck zum neuen Hegeringleiter.

Jägermeister Martin Meyer-Lührmann würdigte die Verdienste von Dieter Rethorst, dessen Herz seit 1961 für die Jagd schlägt. Den Mitgliedern des Hegerings Badbergen-Quakenbrück empfahl er, weiter die Geselligkeit als Band untereinander zu pflegen, so, wie es Dieter Rethorst als tadelloser Waidmann vorgelebt habe.

Die Landesjägerschaft trug dem scheidenden Hegeringleiter die Ehrenmitgliedschaft an. Martin Meyer-Lührmann dokumentierte diesen Akt mit der Übergabe einer Urkunde. Auch der Hegering Badbergen-Quakenbrück würdigte die jahrzehntelange Arbeit von Dieter Rethorst mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Michael Wassmann überreichte im Beisein von Frieder Schöne-Warnefeld und dem neuen Hegeringleiter Klaus Overbeck die entsprechende Urkunde.

Der letzte von Dieter Rethorst vorgetragene Streckenbericht für das Jagdjahr 2011/12 fiel nicht sehr positiv aus. Die Feldhasen- und Fasanenbesätze brachen weiter ein. Jägermeister Meyer-Lührmann appellierte an die Jäger, auf die Bejagung von Fasanenhennen zu verzichten. Das im Raum Neuenkirchen laufende Projekt zur Untersuchung der rückläufigen Fasanenbesätze zeigte nach einem Jahr vielschichtige Ursachen. Besonders die Veränderung in der Landschaft macht dem Fasan zu schaffen. Er kommt schlecht mit den monostrukturierten großen Flächen zurecht, braucht kleinere Flächen und Rückzugsgebiete, die möglichst nicht bewirtschaftet werden. Ermittelt wurde, dass 60 Prozent der Fasanengelege in Strukturbereichen anzutreffen waren, die nur fünf Prozent der Gesamtfläche ausmachten.

Die Schlupfquoten der Fasane lagen bei guten 80 Prozent. Ein Teil der besenderten Hennen bebrütete bis zu drei Gelege. Zu schaffen machen den Fasanenhennen besonders die Prädatoren, das sind die Fressfeinde. Unter den besenderten Hennen war ein Ausfall von 25 Prozent zu verzeichnen. Da vieles in der Kulturlandschaft gegen den Fasan läuft, rechnet der Jägermeister insgesamt sogar mit Hennenverlusten von bis zu 50 Prozent.

Ein Beispiel dafür, wie dem Einbruch der Fasanen- und Hasenpopulation entgegengewirkt werden kann, stellte der Essener Hegeringleiter Dr. Große Beylage in der Badberger Hegeringversammlung vor. Unter der Überschrift „Niederwildhege – Strategien zur praktischen Umsetzung vor Ort – Naturschutz mit der Landwirtschaft“ verdeutlichte der Referent, dass das Niederwild, zu dem Hase und Fasan gehören, ein Indikator ist. „Wenn es dem Niederwild gut geht, dann geht es auch allen Kleinsäugern und Insekten gut.“ Da der Faktor Wetter nicht zu beeinflussen ist, plädierte er dafür, an möglichst vielen Stellen in den Revieren kleine, wertvolle Blüh- und Randstreifen einzusäen, die möglichst mehrjährig erhalten werden sollten.

Klar ist Große Beylage, dass das nur mit der Landwirtschaft möglich ist. „Dort muss Akzeptanz geschaffen werden, und zwar ohne zusätzliche Kosten und Arbeitsbelastung. Probleme mit den GAP-Anträgen gibt es nicht.“ Das im Hegering Essen praktizierte und von ihm vorgestellte Blühstreifenprojekt kann sich sehen lassen. Dort entstanden insgesamt zwölf Hektar Blühstreifen auf Flächen zwischen 500 und 3000 Quadratmeter. Auch der Hegering Badbergen-Quakenbrück will die Einsaat von Blühstreifen unterstützen. Interessenten können sich bei Hegeringleiter Klaus Overbeck, Tel. 05433/6310, melden.

Der Essener Hegeringleiter erklärte sich bereit, Fragen im Zusammenhang mit der Anlegung von Blühstreifen zu beantworten.


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