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Projekt für alle Ankumer Kita integriert Hebammenpraxis

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Kurze Wege bestimmen das Konzept: Kita-Leiterin Elisabeth Thale und Architekt Martin Ferner. Foto: Hermann PentermannKurze Wege bestimmen das Konzept: Kita-Leiterin Elisabeth Thale und Architekt Martin Ferner. Foto: Hermann Pentermann

Ankum. Über einen langen Zeitraum war es eines der zentralen Gesprächsthemen in Ankum. Nicht, weil jemand den Neubau der Kindertagesstätte St. Nikolaus abgelehnt hätte, sondern vielmehr, weil von Anfang an viele Beteiligte in die Planung und Umsetzung einbezogen waren. Seit Februar wird der Bau von rund 130 Kindern genutzt. Beim Tag der Architektur am Sonntag wird der Bau der interessierten Öffentlichkeit noch einmal eingehend vorgestellt.

„Unsere Wünsche wurden fast alle erfüllt“, strahlt die zufriedene Leiterin Elisabeth Thale. Sie ist mittlerweile Expertin in dem beeindruckenden Bau und weiß warum, was und wie gebaut wurde. Vom ersten Schritt an wurde alles mit den Planern, dem Architekturbüro Hüdepohl und Ferner aus Osnabrück, abgestimmt. „Wir wollten die Eltern direkt mit reinnehmen“, betont Thale.

Damit ist nicht nur gemeint, dass jeder Vorschläge für den Neubau machen durfte. Durch das Elterncafé kam eine direkte Verbindung untereinander und natürlich zu den Kids zustande.

8000 Quadratmeter umfasst das Gelände insgesamt, das Haus nimmt schon 2000 davon ein. „Wir wollten einen zentralen Eingangsbereich mit vielen kurzen Wegen“, erklärt Architekt Martin Ferner. Bei der Umsetzung teilte der Architekt das Ensemble in vier sogenannte „Häuser“ ein, in denen die fünf Kita-Gruppen sowie die Kinderkrippe für die ganz Kleinen untergebracht sind.

Jede Gruppe für sich hat ihren eigenen Raum mit großzügiger Galerie und einem Ausgang auf das sehenswerte Außengelände. Auch hier wurden die Eltern in diversen Arbeitseinsätzen einbezogen, im Herbst soll die sehr natürliche Spiellandschaft fertig sein.

Zu dem fast ganz in Naturfarben gehaltenen Haus gehört außerdem eine Praxis für vier Hebammen. „Sie fühlen sich hier mit dem direkten Anschluss an die größeren Kinder sehr wohl“, sagt Elisabeth Thale.

Die freiberuflichen Hebammen bieten unter anderem Geburtsvorbereitungskurse und Babymassagen an. Die Kita St. Nikolaus befindet sich in der Trägerschaft der katholischen Kirche, was sowohl der Leitung als auch den Eltern sehr wichtig ist. „Wenn wir hier Gottesdienste machen, nehmen sich viele sogar frei“, sagt Thale.

Führungen finden am Tag der Architektur um 11, 13 und 15 Uhr statt. Treffpunkt: Philipp-Neri-Weg 1.


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