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Familienbesucherinnen machen weiter Finanzierung gesichert

Von Martin Schmitz

Bersenbrück/Quakenbrück. Der Familienbesuchsdienst in den Samtgemeinden Artland und Bersenbrück ist für ein weiteres Jahr gesichert. In einer Konferenz im Bersenbrücker Rathaus am Donnerstag einigten sich die Samtgemeindeverwaltungen und die Hochschule Osnabrück auf eine Übergangslösung. Dies teilt die Samtgemeinde Bersenbrück in einer Presseerklärung mit.

Die Familienbesucherinnen sind ein hochgelobtes Projekt der Hochschule Osnabrück in Zusammenarbeit mit den beiden Kommunen. Eigens geschulte Migrantinnen beraten Einwandererfamilien, verbessern ihre Eingliederung in die Gesellschaft und sorgen dafür, dass die Kinder in Schule und Berufsausbildung besser zurechtkommen.

Als die öffentliche Förderung Ende vergangenen Jahres auslief, ergaben sich Differenzen zwischen Kommunen und Hochschule über die Fortführung des Projekts, was insbesondere in Quakenbrück zu Irritationen führte. Nun einigten sich die Beteiligten, das Projekt für ein Jahr in abgespeckter Form fortzusetzen und die Zeit zu nutzen, um weitere Mittel für die Fortführung etwa bei Stiftungen oder anderen Sponsoren einzuwerben.

„Beide Kommunen tragen das Projekt auch in Zukunft gemeinsam“, erklärt Bersenbrücks Samtgemeindebürgermeister Dr. Michael Lübbersmann laut der Pressemitteilung. „Die direkte und langfristige Anbindung des Projektes an Bersenbrück und Quakenbrück ist unser Ziel“, ergänzt sein Artland-Kollege Reinhard Scholz.

Dieses Vorhaben unterstützt auch Sozialwissenschaftlerin Gerda Wesseln-Borgelt. „Die Hochschule hat das Projekt angeschoben – das ist gelungen. Natürlich ist die dauerhafte Anbindung an kompetente Einrichtungen vor Ort sinnvoll und auch geplant.“

In den Abschlusskonferenzen in Quakenbrück und Bersenbrück war kürzlich von einer Anbindung an die Familienservicebüros die Rede