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Noch kein C1 Nachweis Wahrscheinlich Wolf in Merzen entdeckt

Von Jürgen Ackmann

In Niedersachsen gab es insgesamt 330 Wolfs-Sichtungen. Hier: Drei Jungwölfe laufen am 16.08.2012 in der Lüneburger Heide über eine Lichtung. Foto: dpaIn Niedersachsen gab es insgesamt 330 Wolfs-Sichtungen. Hier: Drei Jungwölfe laufen am 16.08.2012 in der Lüneburger Heide über eine Lichtung. Foto: dpa

Merzen. In den vergangenen Tagen ist möglicherweise nach mehr als 270 Jahren wieder ein Wolf im Altkreis Bersenbrück gesichtet worden. Das bestätigte am Freitag Martin Meyer Lührmann, Bezirksvorsitzender und Jägermeister der Jägerschaft Bersenbrück.

Zunächst sei in Epe Malgarten beobachtet worden, wie das Tier die Autobahnbrücke überquerte. Drei Tage später habe es eine erneute Sichtung in Merzen gegeben. „Hier mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass es sich um einen Wolf handelt“, erklärte Martin Meyer Lührmann. Einen so genannten C1 Nachweis, das heißt ein absolut sicherer Nachweis, liegt aber derzeit noch nicht vor. Näheres werde die Britta Habbe, die Wolfsbeauftragte des Landes Niedersachsen, am Freitagabend bei Hauptversammlung und Hegeschau der Jägerschaft Bersenbrück in Bersenbrück berichten.

Am 12. August 1740 ist laut der fürstlichen Regierung im Amte Fürstenau im Gehnwald in Ueffeln vom landesherrlichen Schützen Rolf Kramer wahrschenlich der letzte Wolf im Altkreis Bersenbrück erlegt worden. Zu damaliger Zeit kamen immer mal wieder Wölfe in der Salmer Mark und im Gehnwald vor, so dass der Vogt Hoberg zu Merzen häufiger amtliche Wolfsjagden anordnete.

Die Jägerschaft Bersenbrück begrüßt ausdrücklich die Heimkehr des Wolfes in die Region, so Martin Meyer Lührmann. Vom Wolf gehe keine Gefahr aus er. Er meide menschliche Nähe. Die Jägerschaft Bersenbrück weise zudem daraufhin, dass der Wolf laut Naturschutzrecht den höchstmöglichen Schutzstatus genieße. „Sollten Jäger bei Verkehrsunfällen mit Wölfen benachrichtigt werden, ist sofort die Polizei zu informieren die alles weitere veranlasst“, betont Martin Meyer Lührmann.