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Zwei Tage Gewerbeschau Im Slalom durch die Merzener Geschäftswelt

Von Benedikt Tondera

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Merzen. Osterferien und dazu noch Wochenende. Nichts los also in den Schulen im Altkreis Bersenbrück? Nicht so in Merzen, denn da verwandelten sich die lehrreichen Räume in eine Gewerbeschau und entsprachen somit quasi weiterhin ihrem Bildungsauftrag, vermittelten sie doch hautnah Wissenswertes über die lokale Infrastruktur.

Unweit der Bundesstraße waren in der zur Messehalle umfunktionierten Turnhalle, auf dem Schulhof sowie dem Parkplatz 69 Stände aufgebaut, die über Vereine und Verbände, produzierendes Gewerbe und Dienstleister sowie Händler und Gemeinde informierten. Viele Angebote bezogen sich dabei besonders auf die Kleinen, sodass der Besuch der fünften Gewerbeschau zu einem Erlebnis für die ganze Familie wurde.

„Vielen Dank, dass ihr bei uns einkehrt und einkauft“, sagte Holger Schulting in seiner Eröffnungsansprache, auch auf die Mühen und Hintergründe der Messe ging der Vorsitzende der Werbegemeinschaft ein. „Die Messe zeigt: In Merzen kann man auch gut einkaufen, und im Handwerk steckt viel Potenzial“, schloss sich Bürgermeister Gregor Schröder an. „Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Qualität“, sah Samtgemeindebürgermeister Martin Brinkmann in der „Vielfalt der Region“ und wünschte „gute und wertvolle Information“.

Zusammen mit „Leo dem Löwen“ – Tim Thölenjohann in einem entsprechenden Kostüm und mit einem Hemd von Blau-Weiß Merzen – segnete Pfarrer Stephan Höne die Ausstellung nach einer kurzen Ansprache. „Eine Gewerbeschau steht da nicht drin“, verriet er über das Segensbuch „Benediktionale“, aus dem er die „Segnung eines Handwerksbetriebes“ herausgesucht hatte.

Dann startete die Prominenz ihren Rundgang, der schnell zum Genuss eines Grauburgunder Weißweines von 2012 führte. Rosalinde von Bosse, seit viereinhalb Jahren in Ueffeln lebend, schenkte für eine Weinkellerei ein. Der Rundgang führte auch ins Jugendhaus, in dem Viktor Bergmann seinen Queue kurzerhand an Stephan Höne verlieh.

Auf dem Schulhof war es heiß und kalt. Heiß her ging es nämlich am Brandschutzmobil der VGH-Versicherung. Oliver Taubmann demonstrierte hier die Gefahr, brennendes Fett mit Wasser zu löschen. Kühl hingegen blieben bei frostigen Außentemperaturen derweil Louis Struckmann, Phil Schulte und Tim Hüls beim Genuss ihres Eises. „Ich habe immer Hitze“, scherzte Louis.

Der Weg in die Turnhalle führte zunächst zum „Restaurant mit der Eisenbahn“, auf das neben einer Modelleisenbahn auch Stephanie Dückinghaus aufmerksam machte.

„An mir kommt keiner vorbei“, witzelte Lisa Schröder und freute sich darüber, den ersten Stand in der Halle zu haben. Im Slalom, leicht an ein Labyrinth erinnernd, schlängelten sich die Besucher an den Ständen entlang. Finnley Walter fuhr Trecker. Aber nur einen kleinen ferngesteuerten. In21 Sekunden legte der Dreijährige den aufgebauten Parcours zurück, Mutter Tanja und Vater Wallace halfen etwas mit.

Mit Brezeln für zwei Euro waren Karina und Doris Brinkmann von der gleichnamigen Bäckerei im Gang um die Besucher bemüht.

„Messen interessieren uns sehr“, sagte Hildegard Wesselkamp. „Ich fahre sonst auch nach Hannover zur Messe“, freute sich die Bersenbrückerin, dieses Mal nicht so weit fahren zu müssen. „Und wir möchten gerne gewinnen“, fügte Liesel Wesselkamp an, während sie mit ruhiger Hand das Spiel einer Genossenschaftsbank ausprobierte. Teilnahmekarten einer „Gesundheitskasse“ füllten derweil Anika Middendorf, Lena Garmann und Marlene Büscher aus. Eine Ecke weiter berieten Inge Lammers und Margret Thale die interessierte Kundschaft über Geschenkartikel und Tischdekoration.

Dann tauchte auch noch ein vermeintlich schlauer Fuchs auf, der gemäß Werbung einer Bausparkasse hinter so einigem stecken soll, und begrüßte Saskia und Rebecca Fleddermann mit Bonbons. So etwas also darf man machen, wenn man wie Julia Schulte bei dem Unternehmen eine Ausbildung macht. Zudem traf der Fuchs auch noch auf den Löwen, was zu einer tierischen Begegnung mit freundlichem „Guten Tag“ wurde.

Spaß am hautnahen Kontakt mit zwei der etwa 20 Kaninchen vom Ferienhof Frohne hatten Eileen, Lilly und Madleen. „Im Streichelzoo haben wir noch drei Hängebauchschweine, zwei Ziegen und einen Schafsbock“, listete Claudia Hüttemann auf.

In der Grundschule war Basteln angesagt. Michelle Richter von den Messdienern etwa betreute in der Kreativwerkstatt Anna Meyer Lührmann und Hanna Mertens bei der Gestaltung von Osterdekoration.

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