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Abwechslungsreiches Konzert auf Schloss Königsbrück Die Stimmen des Frühlings

Von Marita Kammeier

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Neuenkirchen. Abendstimmung auf Schloss Königsbrück: Die letzten Sonnenstrahlen warfen ein magisches Licht in die historischen Räume. Jubilierende Klänge der Musikgruppe „DIES UND DAS“ im unterhaltsamen Wechsel mit märchenhaften Texten verzauberten das Publikum beim besinnlichen Musik- und Literaturabend des Heimatvereins.

Bis zum letzten Platz besetzt war der Raum, viele der Gäste mussten auf den zweiten ausweichen. „Wir profitieren von der Verbundenheit der Familie von Richthofen zum Ort“, bedankte sich Wilfried Buddenbohm, Vorsitzender des Heimatvereins. Leider waren die Gastgeber in Dubai und verpassten die kulturellen Erlebnisse.

Zum romantischen Konzertabend passte der lieblich-beschwingte „Elfentanz“ von Michael Kröger ebenso wie die Komposition „Schmetterling und Sonnenschein“ mit dem Flöten-Solo von Heidrun Balz. Die Sehnsucht nach Licht und Sonne in den nordischen Ländern spiegelte das schwedische Volkslied aus Västmanland von Richard Dybeck wieder.

Die Flöten- und Gitarrenklänge im Einklang mit dem Rhythmus der Trommeln zeigten sich deutlich bei Dieter Osuchs Werk „Nachmittags in Piemont“. In perfekter Abstimmung durchwanderten die Interpreten eine emotionale Bandbreite, die von spritzig-beschwingt bis zu besinnlich-melancholisch reichte.

Mit Werken von Johann Sebastian Bach bis zur Imitation verschiedener Vogelstimmen überzeugten die Musiker das Publikum. Mit jubilierender Leichtigkeit riefen sie die Vielfalt der Vogelstimmen hervor. Hildrun Balz wählte sorgfältig vier aus ihrem Repertoire von 250 Flöten – von Barock bis Renaissance – darunter südamerikanische und chinesische Instrumente. An diesem Abend waren die Sopran-, Alt- und Querflöte sowie das Sopranino im Einsatz. Zur Abwechslung hatte sie das Schifferklavier mitgebracht.

„Im Garten unser Apfelbaum…“ Mit den wohlbekannten Versen von Matthias Claudius erfreute Annelie Buddenbohm die Besucher. Im stimmungsvollen Wechsel zur Musik las sie mit feinsinniger Akzentuierung Frühlingsgedichte von Ludwig Hölty, Alfred Huggenberger und Wilhelm Busch.

Siebenköpfige Trollfamilien, Nixen, Wald- und Wiesenfeen, Rotkehlchen, Dohlen, Buchfinken – märchenhafte Bilder entstanden beim Vortragen der „Vogelhochzeit“ im Mühlengarten. In liebevoller Recherche- und Detailarbeit verfasste die Autorin das Märchen von den Erlebnissen der Familie Trauerschnepper im Wald. „Acht klitzekleine, grau gesprenkelte Eier lagen im Nest. Da blieb für Elin und Jesper keine Zeit zum Schnäbeln.“ Und zu allem Überfluss war auch ein Kuckucksei dabei.

Das Solo der Singdrosseln, der Buntspecht trommelte den Takt, und die Nachtigall sang die Oberstimme – die musikalische Untermalung der Texte verdeutlichte die Erlebnisse in der Vogelwelt. Ein rundum gelungener, anregender Abend nahm sein Ende.

Das Publikum bedankte sich mit ausdauerndem Applaus, dem Wunsch nach Zugaben und einer Spende für den Heimatverein als Ausgleich für den kostenlosen Eintritt.


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