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Neue Brücke eingeweiht „Golden Gate“ auf dem Elend

Von Jürgen Krämer

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jk Neuenkirchen. Bläser spielten „Der Mai ist gekommen“, die Sonne lachte vom Himmel herab, und Blätter rauschten im Frühlingswind. Als der Heimatverein Neuenkirchen am Wochenende unweit des Erdbeerhofes Böckmann eine neue Brücke einweihte, herrschte eine ausgezeichnete Stimmung – und zwar an einem Ort, der ausgerechnet die Flurbezeichnung „Auf dem Elende“ trägt.

Seit vielen Jahren betreut der Heimatverein in seinem Zuständigkeitsbereich ein rund 20 Kilometer langes Wanderwegenetz. „Die Arbeiten werden ehrenamtlich durchgeführt und stellen immer wieder eine große Herausforderung dar“, erklärte Vorstandssprecher Wilfried Buddenbohm während der offiziellen Bestimmungsübergabe des Brückenbauwerks.

In einer kurzen Rückschau erinnerte der Redner daran, dass am bisherigen Standort bereits vor mehr als drei Jahrzehnten eine Brücke errichtet worden war, um Wanderern das Passieren eines äußerst feuchten Teilstücks des Meller Ringweges zu ermöglichen. Im Laufe der Jahre habe der Zahn der Zeit so sehr an der hölzernen Konstruktion genagt, dass diese nunmehr erneuert werden musste.

„Den bevorstehenden 111. Deutschen Wandertag, der bekanntlich in Melle stattfindet, haben wir zum Anlass genommen, eine neue Brücke zu bauen – insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass an dieser Stelle der überregional bedeutsame Meller Ringweg verläuft, der von vielen auswärtigen Wandergruppen unter die Sohlen genommen wird“, sagte Wilfried Buddenbohm weiter. Für ihn stand fest: „Mit dieser Aktion wollen wir die Aktivitäten der Stadt Melle und des Wiehengebirgsverbandes Weser-Ems zum Deutschen Wandertag solidarisch unterstützen.“

Der Vorstandssprecher dankte den ehrenamtlich Tätigen, den Grundstückseigentümern, Unternehmen und Institutionen, die bei der Umsetzung des Projektes mit ins Rad griffen. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hier ist die Golden Gate Bridge von Neuenkirchen entstanden“, stellte Buddenbohm hocherfreut fest.

„Hier ist durch ehrenamtliches Engagement Fabelhaftes entstanden“, lobte Bürgermeister André Berghegger die Leistung der Heimatfreunde.

Auch Helena Reese, Vorstandsmitglied im Wiehengebirgsverband, zeigte sich angetan von der Maßnahme: „Durch die neue Brücke wird der Meller Ringweg nachhaltig aufgewertet.“ Ähnlich äußerte sich auch Ortsbürgermeister Volker-Theo Eggeling, der das Bauwerk als ein „Prunkstück“ bezeichnete. Für ihn gab es keinen Zweifel: „Unser Heimatverein vollbringt im Ehrenamt enorme Leistungen.“


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