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Serie: Nasse Paradiese im Grönegau Bunte Vielfalt der Blütenstauden

Von Marita Kammeier


maka Wellingholzhausen. „Ich bin immer beschäftigt mit dem Pflanzen, Pflegen und Gießen der Stauden“, erzählte Gisela Röper mit Blick auf ihr kleines Paradies. Geteiltes Leid ist halbes Leid, mit Ehemann Manfred klappt die Arbeitsteilung perfekt. Das Auskundschaften neuer Blumen- und Pflanzenarten gibt frische Impulse für die Hobbygärtnerin und ein jahreszeitlich wechselndes Bild am Kleingewässer.

Auch wenn nicht alles auf einmal blüht, was ja gar nicht sinnvoll wäre, und in der Hitze der vergangenen Wochen einiges verdorrt ist: Die Bepflanzung am Teich zeichnet sich durch eine bunte Vielfalt aus. Schilf, Binsen, Frauenmantel und Sumpfdotterblume wetteifern mit Rosenprimeln, Blutweiderich und Fingerhut um die Aufmerksamkeit der Insekten und Schmetterlinge. Die anmutigen Libellen sitzen vormittags ruhig auf einem Blatt am Teich und genießen die Sonne.

Rehe, Fasane, Salamander und Frösche treffen sich am Bachlauf. Im vergangenen Winter kamen ganz überraschend die dreisten Fischreiher vom nahe gelegenen Hasesee zu Besuch und schnappten sich über 20 Kois und etwa 60 Goldfische. Das Ehepaar war nicht zu Hause, der Nachbar hörte es zu spät – kurz nach 5 Uhr morgens war der Raubzug vollendet und das Gewässer fast leergefischt.

„Den Teich möchten wir nicht mehr missen“, sagen die Besitzer. 1988 ausgegraben, 1997 vergrößert, mit tieferem Becken und dem Bachlauf, ist er das Schmuckstück des 7000 Quadratmeter großen Grundstücks. Ein Naturgewässer als Lebensraum für Fische, Vögel und Pflanzen soll es bleiben.

Weite Reisen locken das Ehepaar Röper nicht. Sie freuen sich jeden Morgen über die Ruhe und den märchenhaften Ausblick auf den Garten und die umliegende Landschaft.