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Unterschriftenaktion der BLA Nicht nur Alfhausen kämpft für das Hallenbad

Von Margarete Hartbecke

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Alfhausen. Auf eine überraschend positive Resonanz ist die Unterschriftenaktion der Bürgerliste Alfhausen (BLA) gestoßen, mit der sie für den Erhalt des Alfhausener Hallenbads kämpfen will.

Die Unterstützung durch die Samtgemeinde Bersenbrück wird darin gefordert. 897 Unterschriften haben die Nutzergruppen des Bades vorläufig gesammelt, davon 528 aus Alfhausen. Das entspricht fast 60 Prozent. Die restlichen 369 Stimmen kamen aus vielen weiteren Orten des Umlands. Diese Ergebnisse nannte der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Tellen (BLA) am Mittwochabend.

Mitte November solle ein Termin mit der Samtgemeinde vereinbart werden. Tellen riet den Nutzergruppen, an diesem Gespräch möglichst zahlreich teilzunehmen. „Es ist kein parteipolitisches Problem, sondern eines der Nutzer.“ Parallel dazu müsse ein Antrag von der Gemeinde an die Samtgemeinde gestellt werden.

Mehrere Bereiche seien im Hallenbad sanierungsbedürftig, vorrangig die Schwimmbadtechnik und die Lüftung. Das Brandschutzgutachten des Landkreises läge zwar noch nicht vor, doch müsse voraussichtlich ein zweiter Fluchtweg eingerichtet werden.

Tellen regte zudem an, dass die Nutzergruppen in eigener Initiative die Situation im Hallenbad veränderten. „Auch Kleinigkeiten können das Ansehen des Bades wesentlich verbessern.“ Er spielte damit auf die überalterten Tapeten und Duschapparaturen an. Einige optische Mängel seien leicht aus der Welt zu schaffen und erzielten große Wirkung. Das befürworteten mehrere anwesende Hallenbadnutzer.

Die Frage nach bereits eingeholten Angeboten für Reparaturarbeiten beantwortete Bürgermeister Klaus Wübbolding (CDU). Zwar lägen schon mehrere Angebote vor, doch sei ihre Bewertung schwierig. Nach vorsichtigen Schätzungen könnten die Kosten für Schwimmbadtechnik und Lüftung bei 80000 Euro liegen, zuzüglich 60000 Euro für einen zweiten Fluchtweg. Auch Wübbolding freute sich über die große Beteiligung an der Unterschriftenaktion. Dass mehr als ein Drittel der Nutzer aus anderen Gemeinden käme, sei ein gutes Pfund, um auf Samtgemeindeebene zu verhandeln.

Viele Gruppen und Institutionen wie etwa die DLRG oder die Rheumaliga wollen Kurse in Hallenbädern innerhalb der Samtgemeinde anbieten, äußerte sich Wilfried Markus vom DLRG Bersenbrück. Die Nachfrage nach festen Terminen sei nach wie vor so groß , dass die Kapazitäten kaum reichen würden, sie zu decken.

Die Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft bietet in Alfhausen drei öffentliche Wassergymnastikkurse an. Außerdem würden bald wieder Aufbaukurse starten. Diese Angebote für Kinder könnten nicht in die Abendstunden verlegt werden. Die DLRG möchte in diesen Bereichen tätig bleiben und brauche deshalb das Alfhausener Hallenbad, sagte Markus.


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