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Lärmschutz lässt auf sich warten

Von Norbert Wiegand

nw Riemsloh. Der Lärmschutzwall mit drei Gabionewänden an der Autobahn 30 zwischen den Abfahrten Riemsloh und Bruchmühlen sollte bereits 2009 fertig sein. „Vertragsstreitigkeiten verursachten den fast einjährigen Baustopp“, erklärte jetzt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Osnabrück.

„Wir waren mit der Bauausführung des beauftragten Unternehmens nicht zufrieden und hatten deshalb den Vertrag gekündigt“, blickte Dr. Frank Engelmann auf das Vorjahr zurück. Der stellvertretende Chef der Landesbehörde wollte wegen noch laufender Rechtsstreitigkeiten aber nicht weiter auf Einzelheiten eingehen.

„Ab Mitte August werden die Arbeiten von einer anderen Firma fortgesetzt, wir rechnen mit einer Fertigstellung bis November 2011“, kündigte Engelmann an. Auf dem kahlen Streifen zwischen der K 206 und der Autobahn, der monatelang an eine Mondlandschaft aus Sand- und Erdhaufen erinnerte, wird somit bald wieder rege Bautätigkeit herrschen.

Die Arbeiten erfolgen im Gegensatz zur Ursprungsplanung allerdings jetzt von der Kreisstraße aus, die dafür eingeengt werden muss. Eventuell müsse auch der Standstreifen auf der Autobahn aus Sicherheitsgründen während der Bauzeit gesperrt werden, erklärte der Sprecher des Landesamtes.

Das künftig lärmgeschützte Stück zwischen Krukumer Straße und der Abzweigung Allee ist 1200 Meter lang. Der durchgängige Lärmschutz erfolgt auf einer Länge von 400 Metern mit Gabionewänden, die teilweise in zwei bis drei Schichten übereinander errichtet werden sollen. In den breiteren Bereichen sorgen Erdwälle mit unterschiedlichen Neigungswinkeln für Schalldämpfung.

Die Höhe der Wälle und Wände wird an die Lärmberechnung für die verstreute Wohnbebauung angepasst und erreicht abschnittsweise bis zu vier Meter.

Die Baukosten werden nach Einschätzung Engelmanns eine Million Euro betragen.