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Gut für Körper und Seele Gehrde: Grundschule will in Eigenarbeit kleinen Spielplatz anlegen

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Immer was los: Grundschüler und Kindergartenkinder lieben die Kletterstämme im Areal, das Kindergarten und Grundschule Gehrde gemeinsam nutzen. Die „Vernetzungsfläche“ wird Vorbild für die Umgestaltung des Pausenhofs der Schule. Foto: SchmitzImmer was los: Grundschüler und Kindergartenkinder lieben die Kletterstämme im Areal, das Kindergarten und Grundschule Gehrde gemeinsam nutzen. Die „Vernetzungsfläche“ wird Vorbild für die Umgestaltung des Pausenhofs der Schule. Foto: Schmitz

ms Gehrde. Mit der Hilfe von Freiwilligen und Sponsoren will die Grundschule Gehrde für wenig Geld einen Teil ihres Pausenhofs umgestalten. Ein Vorbild dafür findet sich direkt nebenan.

In der Samtgemeinde Bersenbrück setzen sich zunehmend Spielplätze durch, die dürftig gestaltet sind. Pädagogen und Hirnforscher haben aber ihre helle Freude daran. Allzu perfekte Spielgeräte langweilen Kinder schnell, erläutert Grundschulleiterin Elisabeth Middelschulte. Ein paar zusammengewürfelte Baumstämme, Sand und Wasser beschäftigen hingegen ihre Fantasie und reizen zu immer neuen Spielen mit viel Bewegung. Das ist gut für die Gesundheit. Und stimuliert Gehirn und Lernfähigkeit.

Wie zum Beweis stürmen Grundschüler und Kindergartenkinder bei jedem Wetter das „Baumstamm-Mikado“ der „Vernetzungsfläche“. Das umzäunte Gebiet nutzen Grundschule und der benachbarte Kindergarten gemeinsam. Hier entstehen Freundschaften, die den Kindergartenkindern den Wechsel zur Grundschule leichter machen.

Hausmeister, Eltern und Lehrer unterstützten den Kindergarten beim Anlegen des Naturspielplatzes, berichtet Middelschulte. Ein Arbeitskreis für die Umgestaltung des Pausenhofes sah sich auch anderweitig um und machte sich kundig. Nun sehen sich die Gehrder in der Lage, auch ohne Planer den etwa 250 Quadratmeter großen ehemaligen Spielplatz auf dem Pausenhof umzugestalten. Eine Sandfläche, drumherum Baumstämme liegend zum Balanzieren, stehen mit Tritthilfen zum Klettern, vielleicht Steinquader oder Findlinge. Hinzukaufen wollen sie lediglich eine große Vogelnestschaukel und eine Rutsche, die an einen Hügel angelegt wird.

Die Samtgemeinde Bersenbrück als Schulträger gibt ein wenig Geld dazu. Middelschulte hofft auf Hilfe aus dem Dorf, das sich der Schule stets verbunden fühlte. Das Bauunternehmen Bungenstock versprach bereits Maschinenhilfe. Nun geht es um Materialien wie Sand, Holz und Steine, aber auch um Ideen und Freiwillige für die Arbeitseinsätze, die bald anliegen. Der Arbeitskreis tagt am Dienstag ab 16 Uhr in der Schule.


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