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Für Erhalt des Kinderbeckens Ungewohnte Einigkeit im Nortruper Gemeinderat

Von Heinz Benken

Neben dem großen Becken soll im Nortruper Freibad auch das Kinderbecken wieder genutzt werden können, Foto: Knappek/ArchivNeben dem großen Becken soll im Nortruper Freibad auch das Kinderbecken wieder genutzt werden können, Foto: Knappek/Archiv

Nortrup. An so viel Einstimmigkeit im Nortruper Gemeinderat konnte sich auch Bürgermeister Leonhard Renze nicht erinnern. Alle eingereichten Anträge der jüngsten Ratssitzung fanden die Zustimmung aller Ratsmitglieder.

Sowohl die CDU/FDP-Fraktion als auch die der SPD/Grünen setzen sich für eine Sanierung des Kinderbeckens im Nortruper Freibad ein. Das Kinderbecken des Freibads steht wegen technischer und hygienischer Mängel für den Badebetrieb nicht mehr zur Verfügung. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Nortruper Bürgern, hat sich in den vergangenen Wochen bereits intensiv mit dem Thema Sanierung befasst und der zuständigen Artland Bäderbetriebsgesellschaft Vorschläge unterbreitet. Neben diesem ehrenamtlichen Engagement sollen auch Sponsorengelder die Samtgemeinde von dem starken Nortruper Bemühen für eine Sanierung des Kinderbeckens überzeugen.

Einstimmig sprachen sich die Fraktionen auch für die Einrichtung einer Kinderkrippe für unter dreijährige Kinder im kommenden Jahr ein. Das Vorhaben soll so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Beschlossen wurde vom Gemeinderat, in beiden Fällen an die Samtgemeinde einen Antrag auf Bezuschussung zu stellen.

Bewilligt wurde vom Rat auch ein Zuschuss von 1000 Euro für den Reiterverein Nortrup, der für die Nortruper einen Weihnachtsmarkt am 2. Dezember auf dem Vereinsgelände ausrichten wird es handelt sich nicht um eine vereinsinterne Veranstaltung.

Mit dem Haushaltsplan 2013 wurde der vierte doppische Haushaltsplan in den Rat eingebracht. Trotz deutlicher Einsparungen sei es nicht möglich, ein ausgeglichenes Gesamtergebnis zu präsentieren, erläuterte Verwaltungschef Daniel Thäsler. Wegen der notwendigen Abschreibungen und der hohen Samtgemeinde- und Kreisumlagen weise der Haushaltsplan insgesamt ein Defizit von knapp 380000 Euro aus. Trotz beträchtlicher Steuereinnahmen gebe es in diesem Bereich durch Kreis- und Samtgemeindeumlage sowie die Gewerbesteuerumlage an das Land Niedersachsen unter dem Strich allein voraussichtlich ein Minus von rund 160000 Euro.