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Lobbyarbeit – aber gemeinsam

Von Holger Jansing

Fußgänger sind unbestritten die schwächsten Verkehrsteilnehmer.Sie brauchen eine Lobby, die sich für ihren Schutz einsetzt. Insofern ist die Gründung der neuen Bürgerinitiative zu begrüßen.

Die Sache hat allerdings zwei Haken. Zum einen werden Stadtplaner und Polizei individuelles Fehlverhalten nur schwer in den Griff bekommen. Es ist vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, mehr Rücksichtnahme einzufordern.

Zum anderen besteht die Gefahr, dass sich Fußgänger und Radfahrer gegeneinander ausspielen. Die meisten Fahrradfahrer verhalten sich ordnungsgemäß, kämpfen selbst gegen zahlreiche Mängel im Straßenverkehr – zum Beispiel, wenn Radwege im Nichts enden, Schlaglöcher auf der Straße oder parkende Autos zum Ausweichen auf den Bürgersteig zwingen. Wenn das Rad eine Alternative zum Auto im Stadtverkehr sein soll, dann muss es auch durchgängig befahrbare Wege geben.

Fußgänger und Radfahrer sollten gemeinsam Lobbyarbeit betreiben, um die Verhältnisse für sich zu verbessern. Dabei gehören selbstverständlich die schwarzen Schafe an den Pranger gestellt.